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Francesco Friedrich muss mit einer Muskelverletzung um seine WM-Teilnahme bangen
Francesco Friedrich muss mit einer Muskelverletzung um seine WM-Teilnahme bangen © Getty Images

Die deutschen Zweierbobs haben erstmals in dieser Saison das Podest verpasst und gut zwei Wochen vor der WM einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Beim Weltcup auf der berüchtigten Bahn im kanadischen Whistler erlitt Weltmeister Francesco Friedrich schon im ersten Lauf eine Muskelverletzung und muss nun um die Teilnahme an den Titelkämpfen in Igls/Österreich im Februar bangen.

Maximilian Arndt landete mit Anschieber Candy Bauer als bester Deutscher auf dem neunten Platz, Nico Walther wurde mit Marko Hübenbecker nur Zwölfter.

Den Sieg teilten sich der Südkoreaner Won Yunjong und der Schweizer Rico Peter. In der knappsten Entscheidung der Geschichte des Zweierbob-Weltcups lagen die beiden Piloten am Ende gleichauf und damit nur eine Hundertstel vor dem Russen Alexander Kasjanow, der Dritter wurde.

Won übernahm nach dem ersten Weltcup-Sieg eines koreanischen Bobpiloten die Gesamtführung von Friedrich.

"Für unser Team bildet dieses Wochenende wohl die schwierigste Aufgabe der gesamten Saison", sagte Thomas Schwab, Sportdirektor des deutschen Bob- und Schlittenverbandes BSD: "Am schwersten trifft uns die Verletzung von Francesco Friedrich. Hoffentlich ist er bis zur WM in Igls wieder einsatzbereit."

Dabei hätte Friedrich ebenfalls um das Podest gekämpft. Der 25-Jährige lag nach dem ersten Lauf mit Anschieber Thorsten Margis auf dem guten dritten Platz, klagte anschließend jedoch über eine Adduktorenverletzung und konnte zum zweiten Durchgang nicht mehr antreten. Arndt zeigte sich indes "zufrieden" mit seinen Läufen, "aber leider ist es uns nicht gelungen, für die Bahn die richtige Einstellung unseres Schlittens zu finden."

Das Rennen am Freitag in Whistler war der Weltcup-Lauf Nummer fünf im kleinen Schlitten, schon am Samstag steht an gleicher Stelle das sechste Saisonrennen an. Die schwereren Viererbobs hatten für die schwierige Bahn in Kanada vor der Saison keine Starterlaubnis erhalten.

Es war das nächste Kapitel in der Geschichte der umstrittenen Strecke, auf der 2010 der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili im Training für Olympia tödlich verunglückt war.

"Ich bin ja gespannt, im Jahr 2019 sollen hier in Whistler die Weltmeisterschaften ausgetragen werden", sagte Bundestrainer Christoph Langen: "Wenn jetzt hier keine Viererbobs starten dürfen, wie soll das dann bei der WM werden?"

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