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Die Bobbahn in Whistler steht in der Kritik
Die Bobbahn in Whistler steht in der Kritik © Getty Images

Die anhaltende Kritik an der schwierigen Bobbahn in Whistler weckt nun auch Zweifel an der Austragung der WM 2019 in dem kanadischen Wintersportort.

Beim Weltcup am Wochenende starteten auf der Olympiabahn von 2010 aus Sicherheitsgründen ausschließlich Zweierbobs, dennoch kam es zu einigen heftigen Stürzen, die allesamt glimpflich ausgingen.

Aus Sicht von Thomas Schwab, Sportdirektor des deutschen Bobverbandes und zugleich Mitglied der Bahnkommission des Weltverbandes IBSF, ist ein Umbau notwendig, um die WM wie geplant stattfinden zu lassen.

"Man müsste die Kurve 13 austauschen, und das wäre auch machbar", sagte der 53-Jährige: "Das Hauptproblem ist hier die Geschwindigkeit, da sind Stürze oft nicht zu vermeiden."

Auch der deutsche Pilot Nico Walther bezeichnete die Bahn im Zweierbob als "schwierig, aber machbar. Jeder kann sich dann ausmalen, was im Vierer passieren würde", sagte Walther in der ARD angesichts der Stürze: "Da müssen sich die Offiziellen mit Blick auf die WM noch mal Gedanken machen."

Die umstrittene Strecke im Whistler Sliding Centre gilt als schnellste und schwierigste Bob- und Rodelbahn der Welt, die Bobs erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 150 km/h.

Traurige Berühmtheit erlangte sie im Rahmen der Olympischen Spiele 2010, als der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili im Training tödlich verunglückte.

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