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Felix Loch
Olympiasieger Felix Loch schnappte sich bei der WM in Königssee den Titel © Getty Images

Angeführt von Felix Loch werden deutschen Rodler bei der WM in Königssee den hohen Erwartungen gerecht. Geisenberger verpasst hingegen überraschend den Titel.

Die deutschen Rodlerinnen haben zum Auftakt der Heim-Weltmeisterschaften den WM-Titel im neuen Sprintwettbewerb verpasst und damit für die erste große Überraschung am Königssee gesorgt.

Die Männer um den siegreichen Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) wurden den hohen Erwartungen dagegen mit einem Dreifach-Erfolg gerecht. Bei den Doppelsitzern holten Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) den ersten Weltmeistertitel im Sprint.

Der Sieg der Schweizerin Martina Kocher vor Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) und Dajana Eitberger (Ilmenau) war jedoch eine kleine Sensation. Tatjana Hüfner (Friedrichroda) wurde nur Fünfte vor Julia Taubitz (Oberwiesenthal).

Drei Deutsche auf dem Podest

Bei den Männern hatte Loch am Ende mehr als zwei Zehntel Vorsprung auf Andi Langenhan (Zella-Mehlis), Ralf Palik (Oberwiesenthal) komplettierte als Dritter das deutsche Podest. Wendl/Arlt verwiesen im Doppel Peter Penz/Georg Fischler aus Österreich und Christian Oberstolz/Patrick Gruber aus Italien auf die Plätze zwei und drei. Die Disqualifikation der Hauptkonkurrenten Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) verhinderte indes einen deutschen Doppelsieg zum Auftakt.

Die Thüringer hatten mit gut einem Zehntel Rückstand zunächst Rang zwei belegt, wurden nachträglich jedoch wegen eines um 200 Gramm zu schweren Schlittens aus der Wertung genommen. Robin Geueke und David Gamm (Winterberg) belegten den neunten Platz. "Wir haben im Sommer auf diesen Höhepunkt hintrainiert und anscheinend alles richtig gemacht", sagte Wendl: "Wir sind überglücklich, dass wir die ersten Sprintweltmeister sind."

Der nicht-olympische Sprint wird im Rodel-Weltcup seit der vergangenen Saison ausgefahren, am Königssee geht es erstmals auch um WM-Medaillen. Die Entscheidung fällt dabei in nur einem Lauf, die Zeitmessung beginnt mit fliegendem Start etwa 100 Meter nach der Startrampe.

Durch die Premiere des Sprints werden erstmals insgesamt sieben Goldmedaillen bei einer Rodel-WM vergeben. Die klassischen Rennen der Doppelsitzer, Frauen (jeweils Samstag) und Männer (Sonntag) folgen am Wochenende. Abgeschlossen wird die WM am Sonntagnachmittag mit der Teamstaffel.

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