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IBSF World Championships 2016 - Day 5
Tina Hermann siegt auch zum Abschluss auf ihrer Hausbahn in Königssee © Getty Images

Eine Saison wie im Märchen. Tina Hermann dominiert diesen Winter den Skeleton-Weltcup nach Belieben und sichert sich den Gesamtsieg im letzten Rennen auf ihrer Heimbahn.

Skeleton-Weltmeisterin Tina Hermann hat ihre beeindruckende Saison mit dem Sieg im Gesamtweltcup abgeschlossen.

Eine Woche nach ihrem WM-Triumph in Igls/Österreich gewann die 23-Jährige das Saisonfinale auf ihrer Hausbahn am Königssee und sicherte sich damit erstmals die Kristallkugel. Bei den acht Weltcups dieses Winters stand Hermann fünfmal ganz oben auf dem Podest.

"Es ist einfach Wahnsinn, hier zu gewinnen", sagte Hermann, "und es war eine Hammersaison. Ich hatte gehofft, dass ich meinen ersten Sieg hole. Dass es dann gleich fünf werden, hätte ich niemals gedacht."

Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland), die bei den Weltmeisterschaften als Neunte noch enttäuscht hatte, sicherte als Zweite auch Gesamtrang zwei. Dritte wurde Marina Gilardoni (Schweiz). Sophia Griebel (Suhl) verpasste auch im letzten Rennen des Winters ihre ersten Weltcup-Podestplatz und wurde Fünfte.

Hermann und Lölling (21) gestalten damit weiter den erfolgreichen Umbruch der deutschen Skeleton-Ateilung. Hermanns Goldmedaille in Igls am vergangenen Wochenende war der erste WM-Sieg der deutschen Skeletonis seit 2011, als Marion Thees Weltmeisterin wurde. Thees hatte 2013 auch als zuvor letzte Deutsche den Gesamtweltcup geholt.

Vor allem Hermanns Aufstieg verlief rasant. Erst im vergangenen Winter hatte die frühere Junioren-Weltmeisterin ihr Weltcup-Debüt gegeben und auf Anhieb den dritten Gesamtrang belegt. In dieser Saison folgten die ersten Siege im Weltcup, in Igls hielt sie dann dem Druck als WM-Favoritin eindrucksvoll stand.

Auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang ist Hermann nun vorerst diejenige, die es zu schlagen gilt.

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