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Viessmann FIBT World Cup Bob & Skeleton Koenigssee - Day 1
Elizabeth Yarnold holte bei den Olympischen Spiel die Goldmedaille © Getty Images

Skeleton-Olympiasiegerin Lizzy Yarnold aus Großbritannien hat den Weltverband IBSF zu einer Verlegung der 2017 in der russischen Olympiastadt Sotschi vorgesehenen Weltmeisterschaften aufgefordert und erwägt sogar einen Boykott. Wenn sich nach den Enthüllungen des McLaren-Reports über das umfassende Staatsdoping in Russland nichts ändere, "schließe ich nicht aus, dass ich nicht antrete", sagte die ehemalige Weltmeisterin der BBC.

Zu den zahlreichen Verdächtigen im russischen Sport gehört auch Bob-Olympiasieger Alexander Subkow, der im vergangenen Juni trotzdem zum Präsidenten des nationalen Bob- und Skeleton-Verbandes gewählt wurde. Subkow wies alle Anschuldigungen zurück. Infolge des Reports war Russland von den Paralympics in Rio ausgeschlossen worden, das Internationale Olympische Komitee (IOC) entschied sich gegen eine Verbannung aller Russen von den Spielen in Rio.

Die IBSF hatte Sotschi 2013 zum WM-Ausrichter bestimmt. Derzeit gilt es als unwahrscheinlich, dass der Stadt am Schwarzen Meer die Titelkämpfe entzogen werden. Yarnold hofft aber, dass sich dies ändert, wenn im Dezember der zweite Teil des McLaren-Reports zum Staatsdoping in Russland weiteres belastendes Material enthält.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte nach dem ersten Report unter anderem empfohlen, keine internationalen Großereignisse mehr in Russland stattfinden zu lassen. "Das unterstütze ich", sagte die 28-jährige Yarnold, "ich hoffe, es wird ernsthafte Diskussionen darüber geben, was zu tun ist."

Der Biathlon-Weltverband IBU hat bereits die Empfehlung des IOC ignoriert und die WM 2021 an die russische Stadt Tumen vergeben. Man wolle die Gespräche mit den internationalen olympischen Wintersport-Verbänden über die praktische Umsetzung der Empfehlung der Exekutive fortsetzen, hieß es danach in einer IOC-Stellungnahme.

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