vergrößernverkleinern
47th Luge World Championships - Day 2
Toni Eggert and Sascha Benecken gewannen am Samstag bereits den Titel im Doppelsitzer © Getty Images

Die deutschen Rodler gehen bei der WM in Innsbruck leer aus. Stefan Luitz rast in Garmisch auf das Podest. Felix Neureuther fällt auf Platz sechs zurück. Wintersport kompakt.

SPORT1 fasst die wichtigsten News, Ereignisse und Ergebnisse vom Wintersport am Sonntag zusammen.

+++ Eisschnelllauf: Pechstein bangt um WM-Start +++

Claudia Pechstein bangt um ihren Start bei den Einzelstrecken-Weltmeisterschaften in Südkorea (9. bis 12. Februar). Die fünfmalige Olympiasiegerin laboriert nach eigenen Angaben an Rückenbeschwerden, die in den Oberschenkel ausstrahlen. "Ich kann im Moment nicht sagen, ob ich überhaupt hinfliege", sagte die 44-Jährige am Rande des Weltcups in Berlin.

Eine genaue Diagnose liegt noch nicht vor, am Montag will sich Pechstein erneut ärztlich untersuchen lassen. Mit Blick auf den Saisonhöhepunkt habe sie "ernsthafte" Sorgen, für die Vorbereitung sei die Blessur "alles andere als optimal".

Pechstein hatte beim Weltcup in ihrer Heimatstadt am Samstag den Start über 1500 m abgesagt, über 3000 m ging sie am Sonntag indes ins Rennen. In 4:07,23 Minuten wurde Pechstein Neunte. "Ich bin froh, dass ich heute überhaupt laufen konnte", sagte sie. Besser lief es für die zweite deutsche Starterin Bente Kraus, die in 4:06,70 Minuten Siebte wurde.

Den Sieg sicherte sich Ireen Wüst aus den Niederlanden (4:01,77), die Martina Sablikova (Tschechien/4:02,38) und Anna Jurakowa (Russland/4:04,64) auf die Plätze verwies.

+++ Skispringen: Wellinger gewinnt in Willingen +++

Andreas Wellinger  hat in Willingen den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der 21-Jährige gewann nach Sprüngen auf 147,5 und 135,0 m mit 242,3 Punkten knapp vor den Österreichern Stefan Kraft (242,0) und Manuel Fettner (241,0). Seinen zuvor einzigen Sieg hatte Wellinger 2014 im polnischen Wisla eingefahren.

+++ Rodeln: Deutsche Teamstaffel gewinnt erneut den WM-Titel +++

Die deutschen Rennrodler haben zum Abschluss der Weltmeisterschaften im österreichischen Igls ihren Titel in der Teamstaffel erfolgreich verteidigt. Deutschland siegte am Sonntag in der Besetzung Tatjana Hüfner, Johannes Ludwig und Toni Eggert/Sascha Benecken im Doppelsitzer und verwies die USA und Russland auf die Plätze. Seit der Einführung der Teamstaffel bei der WM 2008 hat stets die deutsche Mannschaft den Wettbewerb gewonnen, der auch olympisch ist.

+++ Ski Alpin: DSV schickt bis zu zwölf Aktive zur WM +++

Der Deutsche Skiverband wird bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz/Schweiz (6. bis 19. Februar) mit mindestens neun, womöglich sogar zwölf Aktiven an den Start gehen. Die verbandsinterne Norm haben neben Felix Neureuther und Viktoria Rebensburg nur fünf weitere Läuferinnen und Läufer erfüllt. Beim DSV ist es allerdings seit Jahren üblich, mit Blick auf die Zukunft Nachwuchsathleten und knapp Gescheiterten eine Chance zu geben und die Verbandskriterien dafür aufzuweichen.  

Ziel der Alpinen des DSV sind drei Medaillen. Die besten Chancen darauf haben Rebensburg, Neureuther, Stefan Luitz sowie die Mannschaft. Bei den vergangenen Weltmeisterschaften 2015 in Vail/Beaver Creek (USA) war der DSV mit zwölf Startern vertreten - vier Frauen und acht Männern. Medaillen gewannen Rebensburg (Silber im Riesenslalom), der derzeit verletzte Fritz Dopfer (Silber im Slalom) und Neureuther (Bronze im Slalom).

Für St. Moritz haben bei den Männern neben Neureuther und Luitz sowie die Abfahrer Josef Ferstl und Andreas Sander die interne Norm erfüllt. Bei den Frauen erreichten neben Rebensburg nur Lena Dürr und Christina Geiger mindestens eine Platzierung unter den ersten Acht oder zwei Platzierungen unter den ersten 15 im Weltcup.

Hinzu kommen werden wohl auf jeden Fall Linus Straßer, der die Norm nur knapp verpasste und als starker Läufer für den Teamwettbewerb gilt, sowie Abfahrtstalent Thomas Dreßen. Eine kleine Chance hat noch Slalom-Fahrer Dominik Stehle. Bei den Frauen stehen noch die Slalom-Fahrerinnen Marina Wallner und Maren Wiesler zur Diskussion.  

+++ Eisschnelllauf: Ihle sprintet erneut auf das Podest +++

Nico Ihle ist bei seinem letzten Auftritt beim Heim-Weltcup in Berlin zum zweiten Mal auf das Podest gelaufen. Über 1000 m belegte der Sachse, der am Freitag über 500 m (34,83 Sekunden) gesiegt hatte, in 1:09,31 Minuten den dritten Platz. Der EM-Dritte musste sich nur Kai Verbij aus den Niederlanden (1:09,08) und dem Norweger Havard Holmefjord Lorentzen (1:09,23) geschlagen geben.

Über 1000 m der Frauen verpassten die deutschen Starterinnen ein Top-10-Ergebnis. Gabriele Hirschbichler (1:18,22) wurde Elfte, Roxanne Dufter (1:18,48) Zwölfte. Isabell Ost (1:18,86) landete auf dem 14. Rang. Es siegte Heather Bergsma aus den USA (1:15,08).

+++ Bob: Lochner auch im Vierer vorn +++

Johannes Lochner hat nach seinem Triumph im Zweier auch den Weltcup im Vierbob gewonnen und sich damit als Topfavorit für die WM in Stellung gebracht. Der 26-Jährige siegte am Königssee vor Nico Walther und dem Russen Alexej Stulnew. Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich fuhr in der Königsdisziplin auf Platz fünf.

"Das war sensationell", sagte Lochner im Ziel dem ZDF: "Ich bin am Start noch nicht ganz fit, aber das wird schon. In drei Wochen kriege ich das hin."

Nach seinem Sieg am Samstag im Zweierbob hat Lochner damit die realistische Chance, bei der Weltmeisterschaft an gleicher Stelle (17. bis 26. Februar) das erste Gold-Double seit André Lange 2008 zu gewinnen. Im kleinen Schlitten hatte sich Lochner mit Anschieber Joshua Bluhm vor Friedrich und Thorsten Margis durchgesetzt, es war sein zweiter Sieg im kleinen Schlitten in Folge.

Walther belegte mit Kevin Kuske nur Platz 13. Zeitgleich mit Friedrich fuhr Routinier Steven Holcomb (USA) auf Rang zwei.

+++ Langlauf: Björgen gewinnt am "Mörderbakken" +++

Norwegens Skilanglauf-Königin Marit Björgen hat sich auch am berüchtigten "Mörderbakken" von Falun in bestechender Form gezeigt und mit ihrem 105. Weltcupsieg ihre Favoritenrolle für die WM in Lahti unterstrichen. Die 36 Jahre alte Rekordweltmeisterin triumphierte in Schweden im Massenstartrennen über 15 Kilometer im Klassikstil und feierte den dritten Sieg nach ihrer Babypause.  

Dreieinhalb Wochen vor Beginn der Titelkämpfe in Finnland setzte sich Björgen auf der WM-Strecke von 2015 mit 0,5 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg durch. Mit Platz drei machte Heidi Weng (+8,1) den Norge-Dreifachsieg perfekt und festigte ihre Führung im Gesamtweltcup.

Die deutschen Läuferinnen hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun, als beste DSV-Starterin kam Stefanie Böhler mit 2:05,6 Minuten Rückstand auf Platz 18. Katharina Hennig wurde 20 (+2:20,4), Victoria Carl kam auf Rang 25 (+3:10,8), Elisabeth Schicho verpasste als 43. (+5:15,9) die Weltcup-Punkte. 

Auch bei den Männern dominierten im Lande des Erzrivalen Schweden die Norweger. Emil Iversen gewann das Massenstartrennen über 30 Kilometer knapp vor Weltcup-Spitzenreiter Martin Johnsrud Sundby (Norwegen), für den 25-Jährigen war es der erste Saisonsieg.

Auch hier liefen die DSV-Athleten hinterher: Als bester Deutscher kam Tim Tscharnke auf Rang 27 ins Ziel. Ohne Chance war wie erwartet Hannes Dotzler bei seinem Comeback nach zweijähriger Krankheits-Pause. Der 26-Jährige kam auf der WM-Strecke von 2015 mit mehr als vier Minuten Rückstand als 41. in Ziel. 

+++ Kombination: Frenzel gewinnt Seefeld-Triple +++

Eric Frenzel hat zum vierten Mal in Folge das begehrte Seefeld-Triple in Österreich gewonnen. Der Olympiasieger siegte beim Höhepunkt des Weltcup-Winters klar vor Weltmeister Johannes Rydzek und sorgte für den 15. deutschen Erfolg im 15. Einzelwettbewerb des WM-Winters. Der Sachse holte sich zudem die Führung im Gesamtweltcup von Rydzek zurück.

Frenzel kam bei seinem siebten Saisonsieg mit einem Vorsprung von 30,5 Sekunden auf Rydzek ins Ziel. Rang drei ging mit deutlichem Rückstand an den Österreicher Bernhard Gruber, Fabian Rießle wurde Sechster.

Der 25 Jahre alte Rydzek hatte am Freitag und Samstag im Zielsprint noch knapp vor Frenzel gewonnen, am Finaltag schlug Frenzel jedoch eindrucksvoll zurück. Der Sachse hatte das Triple schon 2014, 2015 und 2016 gewonnen, damals war er jeweils sogar bei sämtlichen Starts unbezwungen geblieben.

Rydzek ging nach guten Sprüngen auf 106,0 und 105,5 m mit 18 Sekunden Vorsprung als Führender in den Mammut-Langlauf über 15 Kilometer. Dort erwies sich Frenzel als einziger Verfolger: Nach der Hälfte der Strecke hatte er seinen Teamkollegen eingeholt, nach elf Kilometern setzte er die entscheidende Attacke. Für den Frenzel war es der 38. Weltcup-Sieg seiner Karriere, 13 davon holte er in seinem "Wohnzimmer" Seefeld.

Zur Belohnung erhielt Frenzel satte 200 Weltcup-Punkte und darf mehr denn je davon träumen, als erster Kombinierer der Geschichte zum fünften Mal die Gesamtwertung zu gewinnen.

+++ Eisschnelllauf: Sprinter Ihle in Berlin erneut Achter +++

Nico Ihle hat beim Heim-Weltcup in Berlin seine zweite Podestplatzierung deutlich verfehlt. Der Sachse, der am Freitag über 500 m (34,83) gesiegt hatte, beendete das Rennen über die kurze Sprintdistanz am Sonntag in 35,14 Sekunden als Achter. Die gleiche Platzierung hatte Ihle am Samstag über 1000 m (1:09,64 Minuten) erreicht, am Sonntag startet Ihle noch über die lange Sprintstrecke.

Der Sieg über 500 m ging in 34,81 Sekunden an Ruslan Murashov (Russland) vor den Niederländern Ronald Mulder (34,87) und Kai Verbij (34,98). 

+++ Ski Alpin: Luitz Dritter bei nächster Hirscher-Gala +++

Ski-Rennläufer Stefan Luitz hat bei der WM-Generalprobe im Riesenslalom ein Ausrufezeichen gesetzt und als Dritter sogar Lokalmatador Felix Neureuther die Show gestohlen. Der Allgäuer fuhr beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen eine Woche vor Beginn der Titelkämpfe in St. Moritz (6. bis 19. Februar) erstmals seit Dezember 2014 wieder aufs "Stockerl".

Neureuther, dem die Nachwirkungen einer Kapselzerrung im linken Knie zu schaffen machten, belegte bei seinem Heimrennen Platz sechs. Schnellster auf der Kandahar war der Österreicher Marcel Hirscher, der seinen vierten Saisonsieg vor Matts Olsson aus Schweden feierte (1,50 Sekunden zurück). Luitz hatte bei seiner vierten Podestfahrt im Weltcup 1,95 Sekunden Rückstand, Neureuther fehlten 2,45 Sekunden zur Spitze.

+++ Skispringen: Althaus Fünfte bei 50. Takanashi-Sieg +++

Jubiläum für Sara Takanashi: Die Japanerin hat im rumänischen Rasnov ihren 50. Sieg im Skisprung-Weltcup gefeiert. Die 20-Jährige gewann nach Flügen auf 96,0 und 97,5 m mit 247,3 Punkten vor der am Samstag erfolgreichen Norwegerin Maren Lundby (241,9). Katharina Althaus und Olympiasiegerin Carina Vogt belegten die Ränge fünf und sechs.

"Diese Zahl bedeutet mir sehr viel, sie ist riesig", hatte Takanashi schon vor dem Wochenende gesagt. Zuletzt war die Überfliegerin der vergangenen Jahre fünfmal in Folge geschlagen worden, am Sonntag platzte endlich der Knoten.

Althaus, am Samstag bereits Sechste, verpasste derweil den zweiten Podestplatz ihrer Karriere um umgerechnet 6,5 m. Stark präsentierte sich kurz vor der WM in Lahti (22. Februar bis 5. März) auch Svenja Würth. Die 23-Jährige stellte am Samstag als Fünfte zunächst das beste Ergebnis ihrer Karriere ein, am Sonntag ließ sie Rang acht folgen.

Im Gesamtweltcup verbesserte sich Althaus mit 441 Punkten als beste Deutsche auf den sechsten Rang. Weiter in Führung liegt Takanashi (995) vor ihrer Teamkollegin Yuki Ito (842), die in Rumänien Dritte und Vierte wurde.

+++ Rodeln: Loch verliert den WM-Titel +++ 

Olympiasieger Felix Loch hat ein Jahr vor den nächsten Winterspielen in Pyeongchang seinen WM-Titel verloren und damit die nächste herbe Niederlage kassiert. Der 27-Jährige verpasste im österreichischen Igls als Sechster die Medaillenränge und musste sich dem neuen Weltmeister Wolfgang Kindl (Österreich) um 0,257 Sekunden geschlagen geben. Roman Repilow (Russland) und Dominik Fischnaller (Italien) komplettierten das Podest.

Lochs Teamkollege Johannes Ludwig verpasste das Podium als Vierter nur knapp. Andi Langenhan fuhr auf Platz sieben, Ralf Palik wurde Zwölfter.

Für Loch endet damit kurz vor den Spielen 2018 in Südkorea eine eindrucksvolle Serie. Seit der WM 2008 stand er bei neun Großereignissen in Folge stets auf dem Podest, dabei gewann er zweimal Olympia-Gold, fünf Weltmeisterschaften und zweimal WM-Silber.

+++ Ski alpin: Rebensburg bestätigt gute Form +++

Viktoria Rebensburg hat sich eine Woche vor Beginn der alpinen Ski-Weltmeisterschaften als Anwärterin auf Medaillen in den beiden schnellen Disziplinen präsentiert.

Bei den Weltcup-Rennen im italienischen Cortina d'Ampezzo fuhr die 27-Jährige im letzten Super-G vor den Titelkämpfen in St. Moritz/Schweiz (6. bis 19. Februar) auf Rang fünf. In der Abfahrt hatte sie tags zuvor als Vierte eine Podestplatzierung nur um 0,06 Sekunden verpasst.

Die Slowenin Ilka Stuhec, in der Abfahrt knapp vor Rebensburg Dritte, fuhr im Super-G zu ihrem fünften Saisonsieg. Sie lag mit 0,31 Sekunden vor Sophia Goggia (Italien), nach Platz zwei in der Abfahrt bereits zum neunten Mal in diesem Winter nur Zweite oder Dritte.

Rang drei belegte überraschend Anna Veith, geborene Fenninger. Die Österreicherin fuhr in ihrem siebten Rennen nach ihrer Rückkehr von einer schweren Knieverletzung erstmals seit März 2015 wieder auf das Podest.

Lara Gut (Schweiz) verpasste einen Tag nach ihrem Sieg in der Abfahrt vor Goggia und Stuhec den historischen vierten Erfolg im vierten Super-G der Saison: Auf dem Weg zur Bestzeit blieb sie mit dem rechten Arm an einer Torstange hängen und stürzte.

Dabei zog sie sich Prellungen zu. Durch den Ausfall und den überraschenden vierten Rang von Mikaela Shiffrin (USA) vergrößerte sich der Rückstand von Titelverteidigerin Gut im Gesamtweltcup auf die Amerikanerin auf 80 Punkte.

(Weitere Informationen)

+++ Kombination: Rydzek führt nach Springen +++

Johannes Rydzek und Eric Frenzel machen den Sieg beim begehrten Seefeld-Triple wohl unter sich aus. Weltmeister Rydzek sprang am Sonntag auf 106,0 und 105,5 m und geht mit einem Vorsprung von 18 Sekunden auf den Österreicher Bernhard Gruber als Führender in den Skilanglauf über die ungewohnte Distanz von 15 Kilometern (14.15 Uhr). Der laufstarke Olympiasieger Frenzel hat als Vierter nur 20 Sekunden Rückstand.

Rydzek hatte in Seefeld schon die ersten beiden Etappen jeweils im Zielsprint knapp vor dem dreimaligen Triple-Champion Frenzel gewonnen. Der Sieger der prestigeträchtigen Veranstaltung erhält 200 Weltcup-Punkte.

Gute Chancen dürfte auch noch Fabian Rießle haben, der als Sechster allerdings 1:34 Minuten aufholen muss. Terence Weber (+2:12 Minuten) und Björn Kircheisen (+3:21) folgen auf den Rängen 8 und 15.

+++ Ski alpin: Neureuther und Luitz stark +++

Felix Neureuther hat beim letzten Weltcup-Riesenslalom vor der WM in St. Moritz (6. bis 19. Januar) trotz körperlicher Probleme noch alle Chancen auf eine Top-Platzierung.

Der 32-Jährige liegt nach dem ersten Lauf auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen als Vierter direkt vor seinem Teamkollegen Stefan Luitz. "Es war erstaunlich gut, also von der Zeit her", sagte Neureuther.

Der Start von Neureuther war wegen einer Kapselzerrung im linken Knie offen gewesen war. Erst nach einem erfolgreichen Test am Samstag gab er grünes Licht.

Wirklich reden wollte der Lokalmatador über die Probleme aber nicht. "Ich habe echt einen guten Lauf erwischt, die Ausgangsposition für den zweiten Durchgang ist gut", meinte er.

In der Tat: Neureuther liegt eine halbe Sekunde hinter dem Führenden, Alexis Pinturault aus Frankreich. Der Österreicher Marcel Hirscher (0,09 Sekunden zurück) ist Zweiter, der Schwede Matts Olsson (0,46) überraschend Dritter. Luitz hat 0,96 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

+++ Skeleton: Deutsche Athleten in WM-Form +++

Die deutschen Skeletonis sind bereit für die Heim-WM. Jacqueline Lölling feierte beim Weltcup-Rennen am Königssee ihren zweiten Saisonsieg und schwang sich damit zur Favoritin für die Weltmeisterschaften in vier Wochen an gleicher Stelle auf. Alexander Gassner fuhr erstmals in seiner Karriere auf das Podium.

"Wir haben hart gearbeitet und bewegen uns in der Bahn schon im sehr guten Bereich", sagte Gassner nach seinem dritten Platz hinter dem Russen Alexander Tretjakow und dem Gesamtweltcupführenden Yun Sungbin (Südkorea). Mit Blick auf die WM (17. bis 26. Februar) ergänzte er: "Wir müssen am Start noch etwas arbeiten, dann könnte es auch für ganz oben reichen."

Axel Jungk und Christopher Grotheer rundeten mit den Plätzen vier und fünf das gute Ergebnis der Athleten des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) ab. Im Gesamtweltcup liegen Jungk (1088 Punkte), Grotheer (1081) und Gassner (1056) auf den Rängen drei bis fünf.

Zuvor hatten die Frauen auf der Bahn am Königssee mit einem Dreifachtriumph geglänzt. Hinter Lölling komplettierten Weltmeisterin Tina Hermann und Anna Fernstädt das Podest.

"Unsere drei Frauen haben sich hier viel Selbstvertrauen geholt. Wir müssen uns Richtung WM trotzdem noch steigern, aber das können wir auch", sagte Bundestrainer Jens Müller.

Hinter der mit 1214 Punkten führenden Lölling verbesserte sich Hermann (1116) im Gesamtweltcup auf Platz drei, Fernstädt (1014) kletterte von Rang acht auf sechs.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel