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Das Wetter in Oberhof lässt keinen Start zu

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat die Verkürzung der Dopingsperre von Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS von zwei Jahren auf sechs Monate (News) begrüßt.

"Mit seinem Urteil teilt das CAS ganz offensichtlich die Einschätzung des Deutschen Skiverbandes, dass es sich im Fall von Evi Sachenbacher-Stehle nicht um eine bewusste Leistungsmanipulation gehandelt hat", teilte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach mit.

Auch wenn "zweifellos ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien vorliegt, gehen wir als DSV nach wie vor von einer Fahrlässigkeit der Athletin aus", betonte Schwarzbach.

Aus diesem Grunde begrüße man aus Verbandssicht die Reduzierung der Strafe, da sie "eine klare und gerechtere Differenzierung bei der Beantwortung der Schuldfrage erkennen lässt."

Obwohl die 33 Jahre alte Sachenbacher-Stehle nun theoretisch sofort wieder im Ende November beginnenden Weltcup im schwedischen Östersund an den Start gehen könnte, bleibt unklar, ob die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin aus Reit im Winkl ihre Karriere fortsetzen wird.

"Die Entscheidung liegt allein bei der Athletin", hieß es vom DSV.

Eine Wiederaufnahme in das Fördersystem des Verbandes sei "aufgrund des derzeit stattfindenden Generationenwechsels im Biathlon-Team zwar eher unwahrscheinlich. Aber natürlich hätte Evi die Möglichkeit, sich über sportliche Leistungen wieder für internationale Einsätze zu qualifizieren", sagte Schwarzbach.

Der Oberbayerin Sachenbacher-Stehle war bei den Winterspielen in Sotschi das verbotene Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen worden.

Am 17. Februar hatte es den positiven Test gegeben, die Biathlon-Umsteigerin erklärte ihn mit der Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels.

In erster Instanz hatte daraufhin der Biathlon-Weltverband IBU die zweijährige Zwangspause verhängt, die am Freitag reduziert wurde.

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