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Miriam Gössner gewann bisher drei Weltcup-Rennen
Miriam Gössner gewann bisher drei Weltcup-Rennen © getty

Die Deutschen können beim Sprint in Östersund nicht überzeugen. Lediglich Franziska Hildebrand sorgt für einen Lichtblick.

Östersund - Das Podest in weiter Ferne und nur eine magere Top-10-Platzierung: Die deutschen Biathleten waren bei den ersten Sprintrennen des noch jungen WM-Winters im schwedischen Östersund nur Statisten.

Franziska Hildebrand holte mit Rang neun bei den Frauen noch das beste Ergebnis, im Rennen der Männer schaffte es Simon Schempp auf Platz elf.

Hildebrand ärgert sich

Für Hildebrand war es nach Rang sechs im Einzel der zweite Top-10-Platz im zweiten Rennen - und trotzdem ärgerte sich die 27-Jährige über ihren Schießfehler, der ihr ausgerechnet mit der letzten Patrone unterlief.

"Das ärgert mich doppelt, denn es war total unnötig", sagte Hildebrand, die mit 46,8 Sekunden Rückstand ins Ziel kam, in der "ARD": "Auf der Strecke war es ganz schön schwer und huckelig. Ich bin sehr, sehr froh, ohne Sturz ins Ziel gekommen zu sein."

Gössner schießt vier Fehler

Während Hildebrand ihre Rolle als Nummer eins bei den Frauen unterstrich, hatte Rückkehrerin Miriam Gössner beim zweiten Start nach ihrer monatelangen Verletzungspause große Probleme im Stehendschießen und traf lediglich eine Scheibe.

Nach insgesamt vier Fehlern musste sich die 24-Jährige mit Rang 58 begnügen und schaffte gerade noch so die Qualifikation für die Verfolgung (ab 13.30 Uhr im LIVE-TICKER) der Top 60 am Sonntag. Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin, die im Einzel am Donnerstag auf Rang 68 gelandet war, hatte 2:28,7 Minuten Rückstand auf Siegerin Tiril Eckhoff aus Norwegen.

Zweitbeste Deutsche wurde Franziska Preuß (2) auf Platz 22. Karolin Horchler (0) blieb auch im zweiten Weltcup ihrer Karriere ohne Schießfehler und wurde dafür immerhin mit Rang 45 belohnt. Vanessa Hinz (3) wurde 59., Luise Kummer (2) misslang auf Rang 68 als einziger DSV-Starterin die Verfolgungs-Qualifikation.

"Hatte ein schlechtes Gefühl"

Die Männer verpassten im Rennen zuvor geschlossen die Top 10. Beim Triumph von Martin Fourcade aus Frankreich (0 Fehler) war Schempp (1) als Elfter noch der Beste.

Der 26-Jährige hatte nach 10 km 1:04,3 Minuten Rückstand auf den überragenden Gesamtweltcupsieger.

"Ich hatte am Anfang ein relativ schlechtes Gefühl, bin dann aber immer besser ins Rennen gekommen", sagte Schempp: "Das war ein ordentlicher Wettkampf, auch wenn ich den letzten Schuss weggeschossen habe."

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Schempp schaft halbe WM-Norm

Zweitbester wurde der Einzel-Olympiazweite Erik Lesser (1) als Zwölfter. Auch der Thüringer ("Beim Schießen lief es richtig gut") hat sich mit einem Rückstand von 1:08,3 Minuten zumindest noch eine halbwegs gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen (ab 11 Uhr im LIVE-TICKER) verschafft.

Das gilt ebenso für den fehlerfreien Daniel Böhm, der mit 1:11,0 Minuten Rückstand auf die Jagd nach Fourcade geht und am Samstag Rang 14 belegte.

Schempp und Böhm schafften damit die halbe Norm für die WM im finnischen Kontiolahti (5. bis 15. März 2015), Lesser hatte das Ticket als Vierter im Einzel bereits gelöst.

Kirchner lobt Schießleistung

"Man muss die ganze Mannschaft am Schießstand loben, sie haben ordentlich gearbeitet", sagte Bundestrainer Mark Kirchner, der sich lediglich über zwei Patzer von Florian Graf ärgerte: "Beim Laufen war es nicht ganz so gut, das hat uns ein paar bessere Platzierungen gekostet."

Der frühere Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer (1) schaffte es nur auf Rang 27. Als 22. zeigte Andreas Birnbacher (1) ein starkes Rennen, Florian Graf (2) musste sich mit Platz 50 begnügen.

Bei seinem zweiten Start für Belgien verpasste Michael Rösch (2) derweil die Qualifikation für die Verfolgung.

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