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Simon Schempp belegte in Ruhpolding Rang zwei
Simon Schempp gewann in Sotschi mit der Staffel die Silbermedaille © getty

Hochfilzen - Schempp läuft in Hochfilzen zweimal aufs Podium. Im SPORT1-Interview redet er über seine Entwicklung und das Duell mit Fourcade.

Am Samstag waren die vier Staffel-Damen die deutschen Heldinnen des Tages in Hochfilzen gewesen. Am Sonntag hatte Simon Schempp diese Rolle ganz für sich alleine.

Mit "Simon, Simon"-Sprechchören feierten die Fans Schempp für seinen zweiten Platz in der Verfolgung hinter Martin Fourcade.

Teamkollege Arnd Peiffer störte sogar die anschließende Pressekonferenz, um seinem Teamkollegen zuzujubeln.

30 Schüsse - 30 Treffer

Schempp hatte sich die Gratulationen redlich verdient. Bereits am Freitag hatte er im Sprint ebenfalls Rang zwei belegt. In beiden Einzelrennen unterlief ihm kein einziger Fehler: 30 Schüsse - 30 Treffer. Eine Quote von 100 Prozent.

Insgesamt bedeuteten die Tage in Österreich für den 26-Jährigen die erfolgreichsten seit Ende Januar, als er im italienischen Antholz zwei Rennen auf einmal gewann.

Im SPORT1-Interview nach dem Rennen zeigte sich Simon Schempp überglücklich und erklärt seine Taktik im Duell mit Fourcade und dem Drittplatzierten Jakov Fak aus Slowenien.

SPORT1: Null Fehler am Schießstand. Nur geschlagen von Dominator Martin Fourcade. Man kann wohl von einem perfekten Rennen sprechen. Oder gibt es etwas, was Sie besser hätten machen können?

Schempp: Ja, wenn ich zehn Sekunden schneller gelaufen wäre, hätte ich gewonnen (lacht). Nein, Spaß beiseite.

SPORT1: Aber haben Sie die zehn Sekunden irgendwo liegen lassen?

Schempp: Nein, es war ein super Rennen. Ich bin am Schießstand gut durchgekommen. Und insgesamt war es heute für jeden schwer, weil es der dritte Wettkampf innerhalb von drei Tagen war. Dazu waren es auch nicht die einfachsten Bedingungen hier, der Schnee war ziemlich stumpf, das zehrt schon an den Kräften.

SPORT1: Martin Fourcade hat vor dem letzten Schießen einen Angriff gewagt. Konnten Sie nicht hinterhergehen oder wollten Sie nicht?

Schempp: Ich hätte es schon geschafft, hinterherzukommen. Aber wer weiß, wie ich dann in der letzten Runde ausgesehen hätte. Mir war wichtig, dass ich am Schießstand nochmal gut durchkomme und ich wollte mir noch Körner für die Schlussrunde aufheben.

SPORT1: Das heißt, Sie werden langsam auch zum Taktikfuchs?

Schempp: Ja, wahrscheinlich schon. Durch jedes Rennen, bei dem man vorne mitläuft, lernt man dazu. Und so langsam habe ich auch die nötige Erfahrung.

SPORT1: Wie fällt insgesamt Ihr Fazit für Hochfilzen aus?

Schempp: Ich war zweimal Zweiter in den Einzelrennen. Ich bin absolut zufrieden.

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