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Wolfgang Pichler war von 2011 bis 2013 russischer Biathlon-Trainer
Wolfgang Pichler war von 2011 bis 2013 russischer Biathlon-Trainer © getty

Laut Trainer Wolfgang Pichler gab es im russischen Biathlon früher systematisches Doping. Er fordert die Untersuchung alter Proben. Aktuelle Athleten hält er für sauber.

Wolfgang Pichler fordert, dass alte Dopingtests von russischen Biathleten erneut untersucht werden.

"Kontrolliert alle Dopingstests vor 2010! Ich will zum Beispiel, dass die Dopingproben aus Östersund erneut untersucht werden", sagte der schwedische Biathlon-Trainer bei Radiosporten.

Die russischen Biathleten holten bei der WM 2008 in Schweden dreimal Gold, dreimal Silber, dreimal Bronze und belegten Rang drei im Medaillenspiegel.

Für Pichler gibt es nach den jüngsten Dopingenthüllungen in der russischen Leichtathletik guten Grund zu glauben, dass diese Leistungen nicht ohne verbotene Hilfsmittel zustande gekommen sind.

"Ich will die Tests von damals sehen. Auch wenn nicht alle gedopt waren, gab es in Russland systematisches Doping", sagte Pichler.

Der 60-Jährige war selbst russischer Biathlon-Trainer zwischen 2011 und 2013. Sein Team soll aber sauber gewesen sein: "Ich kann sagen, dass mein Team sauber war. Wir hatten keine guten Resultate, aber wir waren sauber."

Dass die aktuellen russischen Biathleten gedopt sind, glaubt Pichler nicht. "Es ist falsch zu sagen, dass es aktuell systematisches Doping gibt. Das hat es früher gegeben, aber nicht jetzt", sagte Pichler.

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