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Franziska Hildebrand feierte ihren zweiten Weltcup-Sieg
Franziska Hildebrand feierte ihren zweiten Weltcup-Sieg © Getty Images

Franziska Hildebrand feiert vor heimischem Publikum ihren zweiten Weltcupsieg. Im Sprint setzt sie sich hauchdünn vor Gabriela Soukalova und einer Norwegerin durch.

Franziska Hildebrand strahlte über das ganze Gesicht, zuckte höchst zufrieden mit den Schultern und verriet dann ihr simples Erfolgsrezept.

"Mit Braten und gutem Essen habe ich meine Akkus über Weihnachten aufgeladen. Und wenn ich dann beim Schießen mit null Fehlern durchkomme, kann es nach ganz, ganz vorne gehen", sagte die 28 Jahre alte Biathletin nach dem zweiten Weltcup-Triumph ihrer Karriere: "Es ist wirklich unglaublich, ich bin überglücklich."

Zweiter Weltcup-Sieg

In Ruhpolding, ihrer sportlichen Heimat, feierte die Blondine aus Clausthal-Zellerfeld im Sprint über 7,5 km das nächste Highlight ihrer Laufbahn. In die Top Ten war die "Miss Zuverlässigkeit" des deutschen Teams zwar schon unzählige Male gerast, aber die höchste Stufe des Podiums hatte Hildebrand bislang nur im Dezember 2015 in Hochfilzen erobert.

"Dass es hier wieder klappt, habe ich nicht erwartet", sagte Hildebrand. Starker Regen und milde Temperaturen hatten die Strecke tiefer werden lassen, als es der Dritten im Gesamtweltcup lieb ist. "Als ich rauskam hatte ich meine Bedenken", gab Hildebrand zu, die dennoch die zweitbeste Laufzeit ablieferte.

Gute Schießleistung

Die Basis für den Erfolg vor 4600 Zuschauern in der Chiemgau Arena legte Hildebrand zudem am Schießstand, und dort speziell beim zweiten Anschlag. Nach dem dritten Treffer atmete sie kurz durch, nahm die kleine Scheibe erneut ins Visier - und traf noch zwei weitere Male.

"Das hat mich beflügelt", sagte Hildebrand, die trotz des mittlerweile gewonnenen Selbstbewusstseins die Schlussrunde nicht genießen konnte: "Das ist harte Arbeit, vom Anfang bis zum Ende. Da heißt es nur: Vollgas!"

Dahlmeier glänzt in der Loipe

Aufs Tempo drückte auch Laura Dahlmeier - die 22-Jährige brannte die beste Laufzeit in die Loipe. Zum Sieg fehlten ihr am Ende aber 2,8 Sekunden, hinter der Tschechien Gabriela Soukalova und Kaisa Mäkäräinen aus Finnland landete Dahlmeier auf Rang vier. "Die Form passt wieder. Am Samstag ist damit noch alles drin, da ist alles möglich."

Die Verfolgung, Hildebrand sprach später von einer "coolen Ausgangsposition", verspricht angesichts der minimalen Zeitabstände Spannung pur. Und dass dabei wieder Hildebrand oder Dahlmeier - oder vielleicht sogar beide - ganz vorne landen werden, hält Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig für ziemlich realistisch. "Franzi und Laura sind die beiden, die sehr stabil die komplexe Leistung bringen", sagte er in der ARD.

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