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Benedikt Doll
Schlussläufer Benedikt Doll sicherte dem deutschen Team Platz drei in Presque Isle © Getty Images

Nach dem schweren Sturz von Arnd Peiffer zeigen die ersatzgeschwächten Biathleten in Presque Isle eine starke Leistung. Schlussläufer Benedikt Doll sichert den Platz auf dem Podium.

Die ersatzgeschwächten deutschen Biathleten sind beim Weltcup in Presque Isle auf das Podest gelaufen.

Beim letzten Rennen vor der WM in Oslo (3. bis 13. März) mussten sich Erik Lesser (Frankenhain), Andreas Birnbacher (Schleching), Daniel Böhm (Buntenbock) und Benedikt Doll (Breitnau) als Dritte (+42,6 Sekunden) nur Norwegen und Frankreich (+30,1) geschlagen geben.

Deutschlands Top-Athlet Simon Schempp (Uhingen) hatte wegen einer leichten Erkältung auf die Wettkämpfe im Nordosten der USA verzichtet. Sein Teamkollege Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) war in der Verfolgung am Freitag von der Strecke abgekommen und mit dem Kopf gegen einen Baum geprallt. Am Samstag gab der 28-Jährige jedoch bereits Entwarnung.

"Man könnte sagen, ich hatte noch Glück im Unglück. Eine Gehirnerschütterung und ein paar Prellungen habe ich davongetragen", schrieb Peiffer bei Facebook: "Die Untersuchungen im Krankenhaus haben keine Brüche oder Hirnblutungen ergeben." Am Montag soll Peiffer mit dem Team nach Hause fliegen.

Viele Teams schonten bei eisigen Temperaturen in Presque Isle ihre Stars: Insgesamt fehlten sechs der ersten zehn Athleten der Gesamtweltcup-Wertung. Von einer Generalprobe für die Weltmeisterschaften konnte ohne Martin Fourcade (Frankreich), Anton Schipulin (Russland) oder Emil Hegle Svendssen (Norwegen) keine Rede sein.

Für die deutsche Staffel war es nach Rang zwei in Antholz der zweite Podestplatz im vierten Rennen dieser Saison. In Hochfilzen und beim Heimweltcup in Ruhpolding landeten die Weltmeister von 2015 zweimal auf Platz fünf. Mit Schempp und Peiffer gehört das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Oslo zu den Mitfavoriten.

Am späten Abend deutscher Zeit starten die Frauen in ihr letztes Rennen vor der WM. Der Wettkampf war auf Samstag verlegt worden, weil am Sonntag in Presque Isle Temperaturen bis minus 30 Grad erwartet werden. Beim DSV hatten die mehrmaligen Saisonsiegerinnen Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) und Laura Dahlmeier (Partenkirchen) auf die Reise in die USA verzichtet, um sich auf die WM vorzubereiten.

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