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Laura Dahlmeier holte bei der Biathlon-WM in Oslo in der Verfolgung die Goldmedaille
Laura Dahlmeier holte bei der Biathlon-WM in Oslo in der Verfolgung die Goldmedaille © Getty Images

Laura Dahlmeier peilt bei der Biathlon-WM die nächste Medaille an. Die Weltmeisterin will ihre Schießleistung aus der Verfolung wiederholen. Doch die Konkurrenz ist groß.

Laura Dahlmeier peilt bei der Biathlon-WM in Oslo im Einzel (ab 12.45 Uhr im LIVETICKER) die nächste Medaille an.

Nach Bronze im Sprint und Gold in der Verfolgung will Dahlmeier bereits ihre dritte Medaille am traditionsreichen Holmenkollen holen.

Bleibt die laufstarke 22-Jährige wie in der Verfolgung fehlerfrei, dürfte diesem Ziel nichts im Wege stehen. Denn im Einzel gibt es anders als in den anderen Wettbewerben für Fehler keine Strafrunden, sondern Strafminuten.

"Wenn es läuferisch einigermaßen passt, kann ich wieder angreifen. Aber es geht wieder bei Null los", sagte Dahlmeier, die eine perfekte Schießleistung schaffen will: "Ich habe im Verfolger schon gezeigt, dass es möglich ist, null Fehler zu schießen."

Zwei Tage nach ihrer Goldmedaille trainierte Dahlmeier bei bestem Winterwetter wieder am Holmenkollen. Verarbeitet hat die Partenkirchnerin den größten Erfolg ihrer Karriere aber noch nicht.

"Was es bedeutet, Weltmeisterin zu sein, das habe ich noch nicht realisiert", sagte die fünfmalige Saisonsiegerin: "Am Anfang ist es einfach nur Wahnsinn und man genießt das einfach, diesen Hype und die tolle Siegerehrung. Es waren wundervolle Momente, das hat einfach richtig Spaß gemacht."

Nach ihrer ersten Einzel-Medaille greift dagegen Franziska Hildebrand, die in der Verfolgung auf dem undankbaren vierten Platz landete.

"Ich schaue auch mit ein bisschen Aggressionen auf den Einzel, ich würde gerne noch den einen Platz nach vorne rutschen", sagte Hildebrand, die am Sonntag nur knapp Bronze verpasst hatte: "Für mich war es trotzdem ein tolles Rennen. Ich habe das akzeptiert."

Mit Dorothea Wierer, Tiril Eckhoff, Gabriela Soukolova, Marie Dorin-Habert, Kaisa Mäkäräinen und Olena Pidhruschna gibt es aber starke internationale Konkurrenz.

Die beiden weiteren deutschen Starterinnen sind Vanessa Hinz und WM-Debütantin Maren Hammerschmidt.

Etwas überraschend pausiert die 21 Jahre alte Preuß, die am Sonntag noch starke Sechste in der Verfolgung wurde. Miriam Gössner muss in dem schießlastigen Wettbewerb ebenfalls zuschauen.

Die Biathletinnen gehen in Oslo zweieinhalb Stunden früher als geplant in das Einzelrennen über 15 km. Wegen einer veränderten Wettervorhersage wurde der Start von 15.30 Uhr auf 13.00 Uhr verlegt, die Veranstalter erwarten am späteren Nachmittag starken Nebel.

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