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Franz Steinle ist seit Dezember 2013 Präsident des Deutschen Ski-Verbandes
Franz Steinle ist seit Dezember 2013 Präsident des Deutschen Ski-Verbandes © Getty Images

DSV-Präsident Franz Steinle rechnet beim Dopingskandal mit neuen Ergebnissen vor der Biathlon-WM. Man könne es nicht auf den "Sankt-Nimmerleinstag" verschieben.

DSV-Präsident Franz Steinle rechnet noch vor der Biathlon-WM in Hochfilzen (9. bis 19. Februar) mit weiteren Ergebnissen bei der Aufarbeitung des russischen Dopingskandals. "Man kann das nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben, das muss zeitnah geschehen. Nach unserem Kenntnisstand kann es gegebenenfalls bereits vor der WM geschehen", sagte der Boss des Deutschen Skiverbandes (DSV) am Samstag am Rande des Weltcups in Oberhof.

Eine Pressekonferenz mit Präsident Anders Besseberg vom Biathlon-Weltverband IBU brachte indes wenig Erhellendes. "Wir können erst aktiv werden, wenn wir eindeutige Beweise haben. Ich möchte allerdings nochmals die Null-Tolleranz-Politik der IBU bekräftigen und mich für das Engagement der Athleten bedanken", sagte Besseberg.

Die hatten sich vor dem Weltcup getroffen und die IBU gebeten, unter anderem härtere Sanktionen bei Dopingvergehen auszusprechen. "Wir müssen uns dabei allerdings an den Richtlinien orientieren, der IBU-Vorstand kann diese nicht einfach ändern", sagte Besseberg. Hierzu sei einzig der Kongress, der jedoch erst wieder 2018 zusammenkommen will, als höchstes Organ befugt.

Der kanadische Chefermittler Richard McLaren hatte in seinem Bericht festgestellt, dass zu den dopingverdächtigen Athleten aus Russland 31 Biathleten gehören. Die IBU sperrte daraufhin zunächst zwei Athleten vorläufig und sprach von weiteren Untersuchungen gegen die 29 anderen Athleten. Zudem wird der Weltcup in dieser Saison nicht wie geplant im russischen Tjumen Station machen. EIne Entscheidung über den Ersatzort soll laut Besseberg in der kommenden Woche fallen.

Steinle warnte allerdings vor Schnellschüssen und forderte eine genaue Auswertung. "Es muss ja differenziert werden zwischen Fakten und Verdachtsmomenten", sagte er. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, forderte Steinle von den Verbänden, "die nötigen Konsequenzen mit aller Härte zu ziehen."

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