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Miriam Gössner kann die WM-Norm nicht mehr erfüllen
Miriam Gössner wechselt im Sommer das Sportgerät © Getty Images

Biathletin Miriam Gössner wechselt im Sommer von den Skiern aufs Rad. Die Garmischerin hat auf dem Rad bereits einen Schicksalsschlag erlebt.

Die zweimalige Biathlon-Weltmeisterin Miriam Gössner wechselt im Sommer das Terrain und geht auch für das Mountainbiketeam "Rose Vaujany" an den Start.

"Das ist eine neue Herausforderung, die mich auf andere Gedanken bringt. Im Team herrscht eine großartige Stimmung. Alle sind hier super nett zu mir, und ich freue mich auf spannende gemeinsame Momente", wird Gössner auf der Internetseite rad-net.de zitiert.

Später ließ Gössner über Sprecher Stefan Schwarzbach vom Deutschen Skiverband (DSV) am Rande der Biathlon-WM in Hochfilzen jedoch verbreiten, dass sie über den Sommer keinen Profistatus haben wird, sondern nur eine Lizenz beantragt hat, um in den warmen Monaten "ein paar Rennen" fahren zu können.

Knapp am Rollstuhl vorbei

Gössners Leidenschaft für das Mountainbiken ist bekannt, der Wechsel in ein Profiteam aber doch ungewöhnlich. Im Frühjahr 2013 entging sie nämlich nur knapp dem Rollstuhl, nachdem sie schwer gestürzt war.

Mehrere Wirbelbrüche trug die Freundin von Alpin-Star Felix Neureuther davon, den sie ebenso wie ihre Familie nach eigenen Angaben vom Mountainbike-Plan überzeugen musste.

Nach dem Unfall hatte die dreimalige Weltcupsiegerin im Biathlon nie zurück zu alter Stärke gefunden. Auf zwei Rädern erreichte sie im vergangenen Jahr bei den Deutschen Sprintmeisterschaften bereits einen sechsten Platz.

"Wir werden Miriam nicht mehr nur auf der Sprintstrecke erleben. Sie ist konditionell auf einem solch hohen Level, das kann sie auf längeren Distanzen einfach besser einsetzen", sagte Teamchefin Kerstin Thum.

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