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Arie Koops ist Sportdirektor des niederländischen Eissportverbands KNSB
Arie Koops ist Sportdirektor des niederländischen Eissportverbands KNSB © getty

Der niederländische Eissportverband KNSB hat sich gegen einen Boykott der EM im russischen Tscheljabinsk (10. und 11. Januar) entschieden.

Das ist das Ergebnis eines Treffens der KNSB und der Trainer der vom Verband anerkannten Privatteams am Donnerstag in Heerenveen.

Der KNSB werde die individuellen Meinungen und Gefühle seiner Sportler, Trainer und Betreuer aber immer respektieren, auch wenn dies zum Verzicht auf eine Teilnahme führe, heißt es.

"Gemeinsam mit dem Weltverband ISU und dem NOCNSF (niederländischer Sportverband, Anm. d. Red.) ist der KNSB der Meinung, dass der Sport durch Mit- oder Nichtteilnehmen keine Politik betreiben soll", erklärte KNSB-Sportdirektor Arie Koops.

Zuvor hatten einige namhafte niederländische Sportler wie die Olympiasiegerinnen Ireen Wüst und Marrit Leenstra einen Boykott erwogen.

"Vom Gefühl her ist es nicht richtig, meinen EM-Titel in Russland zu verteidigen", hatte Wüst, die erfolgreichste Eisschnellläuferin der vergangenen Jahre, zuletzt gesagt: "Darum schließe ich auch nichts aus."

Die offizielle Meinung ist allerdings eine andere. "Dieser Ort ist vom ISU-Präsidium bestimmt worden. Durch die Teilnahme machen wir keine Aussage über organisierende Länder", sagte Koops. "Sportler müssen sich in erster Linie auf ihre Leistung konzentrieren."

Noch hat die Niederlande keine Sportler nominiert. Die nationale Allround-Meisterschaft (27./28.Dezember) in Heerenveen ist gleichzeitig EM-Qualifikation.

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