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Michael Vesper relativiert die Entscheidung zu Claudia Pechstein
Michael Vesper relativiert die Entscheidung zu Claudia Pechstein © getty

Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat vor der Überbewertung des OLG-Urteils im Falle der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein gewarnt.

Das OLG München hatte am Donnerstag der Schadenersatzklage Pechsteins gegen den Weltverband ISU über 4,4 Millionen Euro stattgegeben und damit Athleten die Tür für Prozesse vor nationalen Gerichten geöffnet.

"Es handelt sich um ein Zwischenurteil, das jetzt vom Bundesgerichtshof noch einmal überprüft werden muss", sagte Vesper dem Sport-Informations-Dienst (SID). Es sei sicherlich gut für Claudia Pechstein, dass sie ihren Fall jetzt vor deutschen Gerichten weiter verfolgen kann. Aber es sei auch gut für den organisierten Sport, weil das Gericht die Sportgerichtsbarkeit ausdrücklich bestätigt habe, so Vesper.

Vepser erklärte weiter, dass der Sport auf die Existenz der Sportgerichte angewiesen sei.

"Der internationale Anti-Doping-Kampf kann nicht geführt werden allein vor nationalen Gerichten. Wenn man die Regeln weltweit durchsetzen will, dann braucht man einen internationalen Sportgerichtshof", sagte der frühere Grünen-Politiker.

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