vergrößernverkleinern
Claudia Pechstein
Claudia Pechstein verpasste das Finale der besten Acht © Getty Images

Claudia Pechstein kämpfte verbissen, doch ihre Aufholjagd blieb erfolglos: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin hat bei der Mehrkampf-WM in Calgary das Finale der besten acht Läuferinnen knapp verpasst.

Nach einem guten 1500-m-Lauf in persönlicher Saisonbestzeit von 1:56,35 Minuten reichte es für die 43-Jährige am Sonntag als Neunte der Gesamtwertung nicht für die Qualifikation zum abschließenden 5000-m-Rennen.

Den Titel sicherte sich zum dritten Mal nach 2009 und 2010 die dreimalige Olympiasiegerin Martina Sablikova (Tschechien).

Auch das Finale der Männer fand ohne deutsche Beteiligung statt. Langstreckenspezialist Patrick Beckert lief über 1500 m in 1:46,81 Minuten seine beste Saisonzeit, kam im Ranking aber lediglich auf den 17. Platz.

Seinen siebten Titel feierte der dreimalige Olympiasieger Sven Kramer aus den Niederlanden, der ebenso wie seine hinter Sablikova zweitplatzierte Teamkollegin Ireen Wüst die Teilnahme am Weltcupfinale in Erfurt (21./22. März) absagte.

"Wir haben auf das Finale gehofft. Schade, dass es nicht gereicht hat. Die letzten Strecken wären für Claudia und Patrick die interessantesten gewesen", sagte DESG-Teamleiter Helge Jasch: "Aber sie sind gute Zeiten gelaufen."

Pechstein war bei ihrer 20. Mehrkampf-WM als Elfte des Rankings in den zweiten Wettkampftag gegangen. Am Samstag hatte die Berlinerin in 4:02,93 Minuten die fünftbeste Zeit auf das schnelle Eis im Olympic Oval von 1988 gebracht und dabei ihren Saisonbestwert um drei Sekunden verbessert. Zum Auftakt war Pechstein über die von ihr ungeliebten 500 m in 40,00 Sekunden ebenfalls persönliche Saisonbestzeit gelaufen.

Pechstein, die bei der Einzelstrecken-WM in Heerenveen vor drei Wochen mit Bronze über 5000 m ihr großes sportliches Saisonziel bereits erreicht hatte, war im Vorfeld bei der Formulierung ihrer Ambitionen in Kanada zurückhaltend gewesen.

"Die Mehrkampf-WM auf dem schnellen Eis von Calgary ist eine Zugabe, auf die ich mich sehr freue. Das Ziel kann für mich nur heißen, das Finale der besten acht Läuferinnen zu erreichen. Das wird schwierig genug", sagte die Langstrecken-Spezialistin.

Ihren ersten Wettkampf bei den Senioren schloss die 18-jährige Leia Behlau über 1500 m in starken 1:59,96 Minuten ab und belegte den 22. Platz. "Sie hat sich gut präsentiert und gute Erfahrungen sammeln können", sagte Jasch.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel