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Canada's Clara Hughes competes in the Lo
Clara Hughes wurde in ihrer Zeit als Radsportlerin 1994 positiv getestet. © Getty Images

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Clara Hughes hat ein Doping-Vergehen aus ihrer Zeit als Radsportlerin zugegeben.

Bei der Rad-WM in Agrigento/Italien 1994 sei bei ihr die Einnahme der verbotenen Substanz Ephedrin festgestellt worden, schrieb die Kanadierin in ihrer Autobiografie, die am Dienstag (8. September) erscheint.

"Bis heute weiß ich nicht, wie das passieren konnte", sagte die Sportlerin dem kanadischen TV-Sender CBC: "Ich habe nie darüber gesprochen. Ich habe keine Erklärung dafür, aber es ist wahr. Und es macht mich krank. Es macht mich krank, weil ich weiß, dass ich nichts dagegen machen kann. Und die Worte klingen so leer, wenn man es 21 Jahre später sagt", meinte Hughes, die sowohl im Radsport als auch im Eisschnelllauf zur Weltspitze gehörte.

Hughes kann sich bis heute nicht erklären, wie die Substanz in ihre Probe gekommen ist. Einige Monate nach der WM in Sizilien habe ihr der damalige kanadische Team-Direktor Pierre Hutsebaut mitgeteilt, dass es eine positive Probe gegeben habe. Am Ende der Saison habe sie eine dreimonatige Sperre erhalten, die ihr nicht sonderlich wehgetan habe.

"Ich will in meiner Autobiographie ehrlich sein", sagte Hughes und erklärte ihren plötzlichen Mitteilungsdrang. Die heute 42-Jährige feierte mit dem Olympiasieg über 5000 m bei den Winterspielen von Turin 2006 ihren größten Erfolg.

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