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Patrick Beckert wurde in Erfurt Dritter
Patrick Beckert freut sich über seinen Rekordlauf © Getty Images

Eisschnellläufer Patrick Beckert hat bei einer wilden Zeitenjagd in Salt Lake City/USA den angepeilten deutschen Fabel-Rekord aufgestellt, stand dabei jedoch klar im Schatten des neuen Weltrekordlers Ted-Jan Bloemen (Kanada).

Beckert absolvierte beim Weltcup-Rennen am Samstag die 10.000 m in 12:55,02 Minuten und blieb damit als erster deutscher Athlet unter 13 Minuten. Beckerts historischer Lauf reichte letztlich für den vierten Platz.

Sieger Bloemen stahl mit der neuen Bestmarke von 12:36,30 Minuten allen anderen Läufern die Show, den über acht Jahre alten Rekord (12:41,69) unterbot er um mehr als fünf Sekunden. Überraschend verwies er auch den bisherigen Weltrekordler Sven Kramer (12:44,26) und Olympiasieger Jorrit Bergsma (beide Niederlande/12:53,99) auf die Plätze.

Einen weiteren Weltrekord gab es über 1500 m der Frauen durch die Amerikanerin Heather Richardson-Bergsma, die in 1:50,85 Minuten 74 Hundertstel unter der erst am vergangenen Wochenende von ihrer Teamkollegin Brittany Bowe aufgestellten Bestmarke blieb. Gabriele Hirschbichler belegte in dem von Richardson-Bergsma dominierten Wettbewerb in 1:56,86 den 19. und damit vorletzten Platz.

Patrick Beckert war mit dem klaren Ziel des deutschen Rekords zur zweiten Weltcup-Station an die schnelle Hochlandbahn von Salt Lake City gereist. Der deutsche Langstrecken-Experte unterbot im einzigen 10.000-m-Weltcuprennen des Winters seinen eigenen deutschen Rekord (13:08,54) trotz schwieriger Bedingungen bei einer Hallentemperatur von knapp 18 Grad um mehr als 13 Sekunden. Aufgestellt hatte er die bisherige Bestmarke im Februar 2011 ebenfalls in der Olympiastadt von 2002.

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