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Heather Richardson
Heather Richardson verbesserte in Calgary den Weltrekord über 1000m © Getty Images

Die amerikanische Eisschnellläuferin Heather Richardson hat beim Weltcup-Auftakt in Calgary/Kanada einen Weltrekord über 1000 m aufgestellt.

Die WM-Zweite beendete ihr Rennen in 1:12,51 Minuten und verbesserte die Marke ihrer Landsfrau Brittany Bowe. Weltmeisterin Bowe, die in 1:12,54 Minuten Zweite wurde, hatte unmittelbar vor Richardson ihren vor zwei Jahren aufgestellten Rekord selbst um vier Hundertstel unterboten. Dritte wurde Olympiasiegerin Zhang Hong aus China (1:12,65).

Die deutschen Starterinnen hatten mit der Entscheidung auf der schnellen Olympiabahn von 1988 nichts zu tun. Gabriele Hirschbichler belegte in 1:15,56 Minuten den 14. Rang, ihre Inzeller Teamkollegin Roxanne Dufter kam in persönlicher Bestzeit von 1:15,90 Minuten auf den 16. Platz.

Ihle enttäuscht

Bei den Männern hat Nico Ihle eine weitere Enttäuschung erlebt. Der Olympiavierte aus Chemnitz belegte im 1000-m-Rennen am Samstag nach einem technisch unsauberen Lauf in 1:09,13 Minuten nur den 19. Platz und blieb damit deutlich hinter den eigenen Ansprüchen zurück.

Joel Dufter landete als zweiter deutscher Starter in 1:09,28 Minuten nur auf dem 20. Rang.

"Es ist für Nico leider nicht gut gelaufen. Er hat nach der ersten vollen Runde Schwierigkeiten gekriegt und sein Tempo verloren", resümierte Bundestrainer Helge Jasch.

Bereits am Freitag war es für Ihle schlecht gelaufen, als er über 500 m von einem Sturz seines südkoreanischen Gegners Kim Jun-Ho behindert wurde und nur den 17. Platz belegte.

Der Sieg über 1000 m ging an den Niederländer Gerben Jorritsma (1:07,20) vor dem Russen Pawel Kulischnikow (1:07,33) und seinem Landsmann Kjeld Nuis (1:70,40).

Auch in der Teamverfolgung gingen die deutschen Mannschaften leer aus. Das Frauen-Trio um Claudia Pechstein wurde Sechster, die Männer mit dem WM-Dritten Patrick Beckert kamen auf Rang sieben.

Vor Beginn der Wettkämpfe am Samstag war der Opfer der Terroranschläge in Paris mit einer Schweigeminute gedacht worden. Die Athleten bestritten die Rennen zudem mit einem Trauerflor am linken Arm. Französische Eisschnellläufer nehmen am Weltcup in Calgary nicht teil.

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