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Nico Ihle
Nico Ihle darf für die WM in Russland planen © Getty Images

Sprinter Nico Ihle hat sich beim Eisschnelllauf-Weltcup in Stavanger mit Nachdruck um ein Ticket für die Einzelstrecken-WM im russischen Kolomna (11. bis 14. Februar) beworben.

Der Olympiavierte lief am Wochenende zweimal die deutlich bessere 1000-m-Zeit als Hubert Hirschbichler (Inzell) und gewann das teaminterne Duell um den einzigen deutschen WM-Startplatz für die lange Sprintdistanz.

Die Zusammenstellung des deutschen Kaders beim Saisonhöhepunkt in knapp zwei Wochen wird erst nach weiteren Gesprächen der Trainer am Montag bekannt gegeben, an Ihles WM-Start dürfte jedoch kein Zweifel bestehen.

Bei den Frauen ist die fünfmalige Olympiasigerin Claudia Pechstein (Berlin) auf der Langstrecke und in der Teamverfolgung gesetzt. Die 43-Jährige zeigte am Sonntag über 3000 m ein gleichmäßiges Rennen und belegte in 4:08,77 Minuten den achten Rang. "Man sieht, sie ist dran. Die Basis ist vorhanden", sagte Bundestrainer Helge Jasch.

Das Podium war für Pechstein, die seit kurzem wieder mit ihrem früheren Trainer Peter Mueller (USA) zusammenarbeitet, allerdings außer Reichweite. Weltmeisterin Martina Sablikova (Tschechien) siegte in 4:00,08 Minuten.

Ihle hatte sich am Samstag in 1:09,64 Minuten achtbar geschlagen und den zehnten Rang belegt, am Sonntag steigerte sich der 30-Jährige aus Chemnitz nochmals und erreichte in 1:09,51 Minuten die gleiche Platzierung.

"Ich bin froh, dass ich noch ein Zehntel schneller laufen konnte als im letzten Rennen. Es ist wieder ein Schritt nach vorne, das lässt mich Blick auf die WM hoffen", sagte Ihle in der ARD. Bundestrainer Helge Jasch lobte seinen Schützling: "Es war ein versöhnliches Ergebnis, ein guter, solider Lauf. Die Zeiten liegen jetzt auf dem Tisch."

Hirschbichler, im Zweikampf mit dem zuletzt wiedererstarkten Ihle ohnehin Außenseiter, lief seine B-Gruppen-Rennen in 1:10,43 Minuten und 1:10,76 Minuten und ließ seine Chancen ungenutzt.

Über 500 m verpasste Ihle am Sonntag den Sprung zurück in die A-Gruppe, in 35,48 Sekunden musste er sich mit dem 13. Rang zufrieden geben.

Am Samstag hatte Langstreckenhoffnung Patrick Beckert im 5000-m-Lauf überzeugt. Beim Sieg von Weltmeister Sven Kramer (Niederlande/6:15,71) belegte der Erfurter, für den es in Stavanger nach überstandener Knöchelblessur vor allem um Wettkampfpraxis ging, in 6:21,00 Minuten einen starken fünften Platz. Moritz Geisreiter (Inzell/6:29,38) wurde Elfter.

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