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Patrick Beckert holte bei der WM über 10.000 Meter Bronze
Patrick Beckert fehlten am Ende sieben Sekunden © Getty Images

Am Ende fehlten sieben Sekunden: Für Patrick Beckert reicht es bei der WM in Russland nur knapp nicht für eine Medaille. Ganz vorne landet wieder ein Niederländer.

Eisschnellläufer Patrick Beckert hat bei der Einzelstrecken-WM im russischen Kolomna die erhoffte Medaille verfehlt.

Der nominell beste deutsche Langstreckler musste sich im 10.000-m-Lauf zum Auftakt am Donnerstag in 13:09,42 Minuten mit dem vierten Platz zufrieden geben. Moritz Geisreiter (13:12,48) belegte als zweiter Starter der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) Rang sechs und erfüllte die Erwartungen.

"Platz vier ist bitter. Aber man muss anerkennen und respektieren, dass heute drei besser waren", sagte Beckert, der dennoch nicht unzufrieden war: "Die Zeit ist gut, es ist die beste, die ich je bei einem Großereignis gelaufen bin." Seine nächste Medaillenchance bietet sich Beckert am Samstag über 5000 m.

Die niederländische Dominanz auf dem "langen Kanten" setzte Sven Kramer fort. Der 10.000-m-Olympiazweite von Sotschi gewann in 12:56,77 Minuten vor Weltrekordler Ted-Jan Bloemen (Kanada/12:59,69) und seinem Landsmann Erik Jan Kooiman (13:02,15).

Seit der Einführung der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft im Jahr 1996 sind alle Titel über die längste Einzeldistanz an die Niederlande gegangen, für Kramer war es bereits das vierte WM-Gold über 10.000 m.

In der gut besuchten Eishalle in Kolomna erhielt der deutsche Rekordhalter Beckert schon beim Warmlaufen auf der hellblauen Innenbahn einen Eindruck von der starken Konkurrenz. Während Beckert in grüner Trainingsjacke noch vergleichsweise entspannte Runden drehen konnte, brachte der spätere Drittplatzierte Kooiman die erste echte Richtzeit auf das Eis.

Im anschließenden Duell mit Bloemen begann Beckert eher verhalten und wurde schnell vom gebürtigen Niederländer abgehängt.

In der Folge lief Beckert zwar gewohnt konstant, erhöhte aber erst spät das Tempo und blieb nur in den letzten vier Runden unter der 31-Sekunden-Marke. Im Schlussrennen verdrängte der überragende Kramer den Erfurter noch von den Podesträngen - Beckert nahm es im Innenraum ohne große Regung zur Kenntnis.

Geisreiter profitierte dagegen vom schwachen Auftritt des Belgiers Bart Swings im Schlusslauf und verbesserte sich noch auf den sechsten Platz.

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