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Claudia Pechstein lief im Massenstartrennen der WM in Südkorea auf Platz elf
Claudia Pechstein sieht sich auch mit 50 Jahren noch auf dem Eis © Getty Images

"Eisschnellauf-Oma" Claudia Pechstein denkt auch im Alter von fast 45 Jahren nicht an einen Rücktritt. Stattdessen nimmt sie Peking ins Visier.

"Eis-Oma" Claudia Pechstein will noch jahrelang weiterlaufen und auch die Olympischen Spiele 2022 in Peking ins Visier nehmen.

"Ich habe mal gesagt, dass nach den Spielen 2018 Schluss ist, aber das kann ich heute dementieren. Mein Ziel ist es, so lange erfolgreich zu sein wie möglich", sagte die fast 45 Jahre alte Eisschnellläuferin der Sport Bild.

Olympia mit 50 Jahren

"Olympia hatte schon immer einen besonderen Reiz für mich, dort habe ich stets Top-Leistungen erbracht. Deshalb möchte ich auch eine Teilnahme in Peking 2022 nicht ausschließen", ergänzte Pechstein, die in Peking ihren 50. Geburtstag feiern würde. Am vergangenen Samstag hatte sie bei der Einzelstrecken-WM auf der Olympiabahn in Pyeongchang über 5000 m die Silbermedaille gewonnen.

Pechstein betonte, dass sie die große nationale Konkurrenz vermisse, ihr das Fehlen der alten Rivalinnen aber auch entgegenkommt. "Ich finde es schade, dass Typen wie Gunda Niemann-Stirnemann und Anni Friesinger nicht mehr dabei sind. Wir haben uns gepusht und uns zu Bestleistungen getrieben", sagte Pechstein: "Andererseits wird es so leichter für mich, in Deutschland noch die Beste zu sein."

Junge Athleten mangelt es an Respekt

Am Kufen-Nachwuchs lässt die fünfmalige Olympiasiegerin kein gutes Haar. "Ich weiß nicht, was ich von den jüngeren Mädels lernen könnte. Vielen jüngeren Menschen mangelt es an Respekt und Dankbarkeit", sagte Pechstein: "Für mich war es selbstverständlich, dass ich als junger Mensch meinen Trainer oder andere Sportler grüße, wenn ich in die Halle komme. Das höre ich heute nur noch selten."

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