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Eric Frenzel liegt nach dem Springen auf Rang drei
Lieferte mit der Mannschaft ein starkes Springen ab: Eric Frenzel © imago

Die deutschen Kombinierer haben in der ersten Staffel des WM-Winters nur knapp die Olympia-Revanche gegen den ewigen Rivalen Norwegen verpasst.

Tino Edelmann, Olympiasieger Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle kamen in Ramsau/Österreich ganze 0,1 Sekunden hinter den Skandinaviern auf den zweiten Platz.

Dritter wurde Frankreich (+6,5 Sekunden).

Die Entscheidung fiel wie schon in Sotschi auf der Zielgeraden, und wie schon in Russland hieß das Duell Fabian Rießle (Breitnau) gegen Jörgen Graabak.

Beide warfen sich nach einem packenden Finish über die Linie, am Ende entschieden wenige Zentimeter zu Gunsten des Norwegers.

Bei den Winterspielen in Sotschi hatte Rießles Rückstand auf Graabak noch 0,3 Sekunden betragen.

"Das fühlt sich verdammt schlecht an, zumal ich mir bei meinem Sturz ins Ziel auch noch den Hintern aufgerieben habe", sagte Weltcup-Spitzenreiter Rießle in der "ARD": "Daher ist es verdammt ärgerlich. Ich habe mein Heil in der Flucht gesucht, aber leider ist Jörgen verdammt gut auf der Zielgeraden."

Überschattet wurde der Wettkampf am Vormittag von einem schweren Sturz des Österreichers Christoph Bieler.

Der 37-Jährige zog sich im Probedurchgang fünf Rippenbrüche zu, der Routinier fällt damit bis zu sechs Wochen aus und muss um seine WM-Teilnahme bangen. Cheftrainer Falko Krismayr reagiert sauer: "Seit gestern bin ich in Kontakt mit der Jury, weil der Anlauf zu lang ist. Das ist mir unverständlich", sagte der Coach angefressen in der "ARD".

Das deutsche Quartett war nach einem guten Springen knapp vor Österreich auf Platz eins in den Langlauf über 4x5 Kilometer gegangen.

Startläufer Edelmann (Zella-Mehlis) musste aber schnell den 18 Sekunden hinter ihm ins Rennen gegangenen Norweger Mikko Kokslien aufschließen lassen, zur Hälfte der Strecke gesellte sich auch Frankreich zur Spitzengruppe.

Der Dreikampf entschied sich erst auf den letzten Metern, als zuerst der Franzose Maxime Laheurte abreißen lassen musste und dann Graabak das Duell gegen Rießle denkbar knapp gewann.

Rang vier ging an Österreich mit einem Rückstand von 12,5 Sekunden auf die Spitze.

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