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Kombinierer Eric Frenzel beim Langlauf
Eric Frenzel verpasst in Val di Fiemme trotz Aufholjagd seinen sechsten Sieg in Serie © getty

Nach einer starken Aufholjagd hat Kombinierer Eric Frenzel beim Weltcup in Val di Fiemme den sechsten Platz belegt, seinen sechsten Sieg in Folge aber klar verpasst.

Der Olympiasieger stürmte in der Loipe vom 18. Rang weit nach vorne, musste Rang eins jedoch dem Österreicher Bernhard Gruber überlassen.

Damit verpasste der Sachse auch den "Weltrekord" des Finnen Hannu Manninen, der 2005/05 siebenmal nacheinander erfolgreich gewesen war.

Größter Trost: Schon am Sonntag kann Frenzel als erster Deutscher zum dritten Mal in Folge den Gesamtweltcup gewinnen.

Der 26-Jährige hat bei noch vier ausstehenden Einzel-Entscheidungen 861 Punkte auf dem Konto.

Sein ärgster Verfolger Akito Watabe (Japan/541) ist in Italien nicht am Start, dahinter folgen Gruber (540) und der Norweger Jan Schmid (528).

An der Stätte seines WM-Triumphes von 2013 wurde Frenzel auch ein Opfer des Wetters: Wind und Schnee sorgten am Vormittag für einen Abbruch des Springens nach 36 von 50 Athleten, als Grundlage für den Langlauf diente der provisorische Durchgang.

Dort war Frenzel schon nach 115 Metern gelandet, sein Rückstand auf die Spitze betrug 1:40 Minuten.

"Das war natürlich keine optimale Ausgangssituation. Auf der Schanze war es sehr schwierig, es hat doch sehr geschneit", sagte der Dominator der vergangenen Wochen.

Auf der Strecke machte Frenzel dann wie so oft viel Boden gut, bis nach ganz vorne fehlten am Ende nur noch 11,2 Sekunden, bis zum Podest sogar nur eine Sekunde.

Gruber holte seinen ersten Saisonsieg und den fünften seiner Karriere vor dem Norweger Schmid, Dritter wurde in Jörgen Graabak ein weiterer Athlet des Team Norge.

 

Zweitbester Deutscher war Wolfgang Bösl auf dem 18. Platz, Johannes Rydzek und Manuel Faißt sammelten auf den Rängen 20 und 27 ebenfalls noch Punkte.

Fabian Rießle verzichtete nach einem verpatzten Sprung angesichts eines deutlichen Rückstandes von 2:34 Minuten auf einen Start.

Eine Schrecksekunde gab es am Morgen, als Tobias Haug seinen Sprung nicht stehen konnte.

Der 21-Jährige fiel kopfüber in den Schnee und musste ins Krankenhaus im nahen Cavalese gebracht werden.

"Es besteht der Verdacht auf eine Sprunggelenksfraktur", sagte Sprungtrainer Ronny Ackermann in der ARD.

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