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Felix Neureuther gewann 2005 WM-Gold mit der Mannschaft

Felix Neureuther rast bei seiner Rückkehr direkt aufs Podest. Der 30-Jährige sieht aber noch viel Verbesserungspotenzial.

Levi - Das Grinsen von Felix Neureuther wurde von Läufer zu Läufer immer breiter.

Als dann schließlich die "3" hinter seinem Namen aufleuchtete, ballte der 30-Jährige nach seinem herausragenden Comeback im finnischen Levi kurz die Faust und nahm erst Sieger Henrik Kristoffersen und dann seinen Kumpel, den zweitplatzierten Marcel Hirscher, herzlich in die Arme.

"Ich war nach dem ersten Lauf nur froh, wieder in so einer Position zu sein. Ich habe erst vor zwei Wochen zu trainieren begonnen, habe immer noch Rückenprobleme. Daher bin ich so glücklich, wieder da zu sein", sagte ein strahlender Neureuther nach dem 31. Weltcup-Podiumsplatz seiner Karriere.

Neureuther mit Punktlandung

Dass beim Slalom in Levi auch noch Fritz Dopfer als Sechster und Philipp Schmid als 14. ins Ziel kamen, machte Alpin-Direktor Wolfgang Maier "richtig stolz". Er sei "mega zufrieden", sagte er.

Besonders bei Neureuther, der einmal mehr monatelang mit seinem angeschlagenen Rücken zu kämpfen hatte, sei es "eine Punktlandung" gewesen: "Besser kannst du es nicht machen. Felix ist eben ein Wettkampftyp. Das konnte so aber keiner erwarten."

Nach dem ersten Lauf noch Achter, fuhr der Slalom-Vizeweltmeister angriffslustig und fast wie in besten Zeiten noch auf Rang drei vor (DATENCENTER: Der Ski-Alpin-Kalender).

Erst zehn Tage im Training

Im Ziel hatte Neureuther 1,31 Sekunden Rückstand auf Kristoffersen, der seinen zweiten Weltcup-Sieg feierte und auch Dominator Hirscher (0,12 Sekunden zurück) überraschend bezwang.

"Es gilt weiterzuarbeiten - 1,3 Sekunden auf Henrik und Marcel ist schon viel", meinte Neureuther.

Erst vor zehn Tagen war er nach einem Bandscheibenvorfall im Sommer wieder ins Training eingestiegen. Noch vor seinem Einstand hatte er die Erwartungen noch gebremst.

Er sei erst bei 70 Prozent seines Leistungsvermögens. "Ich brauche noch Zeit", sagte er - und führte dies am Sonntag gleich einmal ad absurdum.

Dopfer mit starker Form

Dopfer, nach dem ersten Lauf noch Fünfter, bestätigte derweil auch im Slalom seine starke Form.

Beim Weltcup-Auftakt in Sölden hatte der 27-Jährige aus Garmisch bereits mit Rang zwei hinter Hirscher ein Ausrufezeichen gesetzt.

Auch Schmid machte als dritter DSV-Starter in Levi auf sich aufmerksam. Für den 28-Jährigen war es nach Rang zehn 2012 ebenfalls in Levi das zweitbeste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere.

Schmid hat damit schon die halbe Norm (zweimal Top 15 oder einmal Top acht) für die Weltmeisterschaft in Vail/Colorado im Februar erfüllt. "Das ist sehr anerkennenswert", meinte Maier.

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