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Felix Neureuther gewann 2005 WM-Gold mit der Mannschaft

München - Das starke Comeback in Levi freut Felix Neureuther, darauf ausruhen will er sich nicht. Ob er nach Nordamerika geht, ist offen.

"Wahnsinn!!! Elchtest bestanden", postete ein glücklicher Felix Neureuther vor dem Rückflug aus Finnland bei Facebook.

Doch als der 30-Jährige nach seinem starken Weltcup-Comeback am Montagvormittag in München landete, war er mit seinen Gedanken schon wieder einen Schritt weiter.

"Es gibt noch viel zu tun für mich", sagte der Ski-Rennläufer aus Partenkirchen nach seinem überragenden dritten Platz beim Slalom in Levi.

Die Lücke zu Sieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen (1,31 Sekunden) und dem Zweiten Marcel Hirscher aus Österreich (1,19) sei schon "sehr groß" gewesen, fügte er selbstkritisch an: "Daran muss ich jetzt in den nächsten Wochen arbeiten, um einfach den nächsten Schritt zu machen."

Start in den USA fraglich

Offen lässt Neureuther wegen seiner Rückenprobleme aber noch, ob er beim Riesenslalom in Beaver Creek am 7. Dezember an den Start geht. Es wäre das einzige für ihn in Frage kommende Übersee-Rennen.

"Das muss man schauen, ob das für mich eine Option ist. Riesenslalom ist doch noch mal eine andere Belastung", sagte der Slalom-Vizeweltmeister, der seit Sommer wegen eines Bandscheibenvorfalls ausgefallen war.

Er werde nun in den kommenden Tagen "in aller Ruhe" Gespräche mit den Trainern führen, "ob das Sinn macht für mich oder nicht". Das Ticket für den Flieger Richtung USA ist jedenfalls schon mal für Samstag gebucht.

Neureuther "braucht noch Zeit"

Ansonsten würde Neureuther in der Heimat trainieren, um spätestens am 13./14. Dezember bei den Rennen in Val d'Isere wieder ganz der Alte zu sein.

Derzeit sei es "sicherlich noch nicht optimal. Im Rennen kann man viele Sachen ausblenden, aber ich brauche schon noch Zeit, dass der Rücken so richtig stabil wird, und dass ich die Umfänge trainieren kann, die ich brauche", sagte Neureuther.

Aber er wisse "hundertprozentig", ergänzte er selbstbewusst, "dass ich genauso schnell sein kann, wenn ich fit bin und mehr Tage auf Schnee habe".

Alarm bei den Frauen

Während die DSV-Männer, bei denen auch Fritz Dopfer als Sechster und Philipp Schmid als 14. überzeugt hatten, zufrieden die Heimreise aus Levi antraten, herrschte bei den Frauen Alarmstimmung.

Zuletzt hatte es vor 14 Jahren im Slalom ein derart schlechtes Ergebnis gegeben. Eine "Blockade im Kopf", attestierte Cheftrainer Markus Anwander, nachdem Barabara Wirth als 24. beste Deutsche war: "Daran müssen wir arbeiten."

Speed-Disziplinen rücken in Blickpunkt

Zwei Wochen bleiben Anwander, bevor der Weltcup-Tross Station in Übersee macht. Die Frauen starten am 29. und 30. November in Aspen/USA (Riesenslalom und Slalom) sowie vom 5. bis 7. Dezember in Lake Louise/Kanada (Abfahrt, Super-G).

Die Männer fahren am 29./30. November in Lake Louise Abfahrt und Super-G, bevor dann in Beaver Creek neben Riesenslalom noch einmal Abfahrt und Super-G auf dem Programm stehen.

Das deutsche Männer-Speed-Team um Tobias Stechert und Josef Ferstl hält sich zur Vorbereitung bereits seit eineinhalb Wochen in Colorado auf. Viktoria Rebensburg flog am Montag, der Rest folgt am Wochenende - vielleicht auch Neureuther.

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