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Die Geigerin hat sich mit unlauteren Mitteln für die olympischen Spiele qualifiziert

Die Olympia-Teilnahme von Star-Geigerin Vanessa Mae bei den Winterspielen im vergangenen Februar in Sotschi war die Folge einer Manipulation.

Das bestätigte der Internationale Skiverband FIS am Dienstag und sperrte die Thailänderin für vier Jahre.

Mae (36) hatte sich im Januar bei Ski-Rennen in Slowenien in letzter Sekunde für Sotschi qualifiziert, die Resultate erwiesen sich nun jedoch als gefälscht.

"Die vier Riesenslaloms, die am 18. und 19. Januar in Krvavec stattfanden, wurden manipuliert. Daraus resultierte eine Berechnung von FIS-Punkten, die nicht die tatsächliche Leistung der Athleten und insbesondere von Vanessa Vanakorn widerspiegeln", teilte die FIS nach Untersuchungen durch das Anhörungsgremium des Verbandes mit.

Mae war in Sotschi unter dem Nachnamen ihres Vaters (Vanakorn) als erste weibliche Teilnehmerin für Thailand bei Winterspielen an den Start gegangen.

Dort belegte sie im Riesenslalom bei einem viel beachteten Auftritt den 67. und letzten Platz. Gegen die Entscheidung kann Mae innerhalb von 21 Tagen Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne einlegen.

Bereits im Juli hatte der slowenische Skiverband SZS den Verdacht geäußert, dass Ergebnisse Maes bei Ski-Rennen in Slowenien gefälscht worden seien. Auch Federica Selva aus San Marino profitierte demnach von der Manipulation und qualifizierte sich unrechtmäßig für die Winterspiele.

Das zuständige Anhörungsgremium der FIS riet dem FIS-Council, die Ergebnisse bei seinem Treffen am 18. November offiziell zu löschen.

Der SZS hatte nach eigener Auskunft im Rahmen seiner Ermittlungen gegen Mae vier Funktionäre suspendiert, darunter den Chef der Alpinsparte.

Laut SZS gab es keinerlei Hinweise darauf, dass Mae von der möglichen Manipulation gewusst haben könnte.

Diese sei aber auf Wunsch thailändischer Offizieller erfolgt.

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