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Viktoria Rebensburg Abfahrt Tempo
Viktoria Rebensburg wurde im Super G in St. Moritz Achte © Getty

St. Moritz - Viktoria Rebensburg überzeugt bei der WM-Generalprobe in St. Moritz und reist angriffslustig nach Vail. Der Abstand zu Lindsey Vonn ist dennoch enorm.

Fürs Podium reichte es bei der Generalprobe nicht ganz - Viktoria Rebensburg fliegt trotzdem mit viel Selbstvertrauen zu den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in die USA.

"Ich weiß, dass ich schnell bin. Wenn ich von oben bis unten Gas gebe, kann ich hinschmecken", sagte die 25-Jährige aus Kreuth nach den Weltcup-Rennen in St. Moritz.

Rebensburg fühlt sich gerüstet

Vierte am Samstag in der Abfahrt und Achte am Sonntag im Super-G - Rebensburg fühlt sich für das Großereignis in Vail/Beaver Creek (2. bis 15. Februar) gerüstet. Sie habe gesehen, "dass ich da bin", betonte Rebensburg, die schon längst in Colorado zu den heißen Medaillen-Kandidatinnen in den Speed-Disziplinen zählt.

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Lindsey Vonn feierte in St. Moritz ihren 64. Weltcup-Sieg © Getty Images

Beim Super-G von St. Moritz war der Abstand auf Siegerin Lindsey Vonn allerdings enorm.

1,99 Sekunden lag Rebensburg als Achte hinter der 30 Jahre alten Amerikanerin, die ihre Erfolgsgeschichte fortschrieb und in 1:23,55 Minuten vor den beiden Österreicherinnen Anna Fenninger (0,24 Sekunden zurück) und Nicole Hosp (1,10) ihren 64. Weltcup-Sieg feierte. Doch nach zuletzt zwei Ausfällen war Rebensburg mit angezogener Handbremse gefahren.

"Habe zu viel rausgenommen"

Sie habe im Kopf gehabt, "erst einmal wieder ins Ziel zu kommen. Das war nicht das, was ich fahren kann. Ich habe zu viel rausgenommen. Das ist schon ärgerlich", sagte Rebensburg selbstkritisch, "aber mit meiner Platzierung kann ich trotzdem leben".

Da war der Frust am Samstag schon größer, als die Riesenslalom-Spezialistin in der Abfahrt nur ganz knapp am dritten Podium des Winters vorbeigefahren war.

"Ich bin zu weit hinten gesessen, dann kam diese kleine Welle. Wenn ich diesen Fehler nicht mache, wäre eine Top-3-Platzierung drin gewesen", sagte Rebensburg über ihr Missgeschick.

Fehler kostet Podestplatz

Nur 0,11 Sekunden fehlten ihr auf der WM-Strecke für 2017 zu Rang drei, den sich sensationell die Ungarin Edith Miklos sicherte - sie erreichte die erste Platzierung auf dem Siegerpodest für ihr Land.

Siegerin wurde Lara Gut aus der Schweiz, 0,32 Sekunden vor Fenninger aus Österreich. Top-Favoritin Vonn hatte sich da noch einen fürchterlichen Schnitzer geleistet und war mit einem Rückstand von 2,08 Sekunden nur enttäuschende 23. geworden.

Rebensburg vergisst Startnummern

Für Rebensburg hatte der Samstag bereits mit einem ersten kleinen Missgeschick begonnen.

"Das ist kurios gewesen, ich hab meine ganzen Startnummern vergessen", berichtete sie mit einem Lächeln, "dann haben wir kurzerhand was organisiert, und ich bin mit der 65 gefahren".

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