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Anna Fenninger-Abfahrt
Anna Fenninger sammelte bei der WM in Vail/Beaver Creek fleißig Medaillen © Getty Images

Tina Weirather aus Liechtenstein hat bei besten Bedingungen die Weltcup-Abfahrt auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen gewonnen.

Die 25 Jahre alte Tochter der ehemaligen Ski-Größen Hanni Wenzel und Harti Weirather siegte vor der Österreicherin Anna Fenninger (0,51 Sekunden zurück) und Tina Maze aus Slowenien (0,91).

Es war ihr vierter Sieg im Weltcup, der erste in der alpinen Königsdisziplin.

Michaela Wenig aus Lenggries, nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Viktoria Rebensburg einzige deutsche Starterin auf der Kandahar, belegte nur Rang 34 (3,65) und erhielt dafür keine Weltcup-Punkte. Rebensburg, vor dem Rennen Dritte im Abfahrtsweltcup, hatte sich am Mittwoch bei einem Sturz im Training einen Teilabriss des Innenbandes zugezogen und wird daher in dieser Saison kein Rennen mehr fahren können.

Zunehmend an Spannung gewinnt der Kampf um den Gesamtweltcup. Titelverteidigerin Fenninger, Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Super-G, verkürzte ihren Rückstand auf Maze um weitere 20 Punkte und liegt nun noch 24 Zähler hinter der Weltmeisterin und Olympiasiegerin in der Abfahrt.

Beim Super-G am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen kann sie an der großen Favoritin bereits vorbeiziehen. Danach folgen noch sechs Saisonrennen.

"Es ist viel Spannung da, das kann man positiv ummünzen. Besser so, als hätte ich keine Chance mehr", sagte Fenninger nach ihrer Fahrt bei blauem Himmel und besten Pistenverhältnissen.

 Bei vier Starts seit der WM in Vail und Beaver Creek/USA hat sie dreimal gewonnen, bei zwei dieser Siege und nun in "GAP" lag sie jeweils direkt vor Maze.

"Anna fährt super, ich muss alles geben", sagte die gejagte Slowenin.

Noch nicht entschieden ist ein wenig überraschend auch der Abfahrtsweltcup. Weil Lindsey Vonn aus den USA lediglich Rang sechs belegte, hat Fenninger auch hier noch eine Chance auf den Sieg. Vor der letzten Saison-Abfahrt beim Weltcup-Finale ab 18. März im französischen Meribel beträgt der Rückstand der 25 Jahre alte Österreicherin auf die Amerikanerin nun noch 39 Punkte.

"Ich lasse nichts unversucht", betonte Fenninger.

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