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Anna Fenninger muss mindestens neun Monate pausieren
Anna Fenninger geht wieder auf Konfrontationskurs mit dem ÖSV © Getty Images

München - Der Streit zwischen Anna Fenninger und dem Österreichischen Skiverband erreicht einen neues Level. Die Gesamt-Weltcupsiegerin ist zu drastischen Schritten bereit.

Der Streit zwischen Anna Fenninger und dem Österreichischen Skiverband hat eine neue Eskalationsstufe erreicht.

In einer E-Mail drohte die Gesamt-Weltcupsiegerin mit Rücktritt. Diese Mail wurde an die Presse weitergeleitet und zuerst durch die Sportwoche veröffentlicht.

Auf die Forderung des Verbands sich von ihrem deutschen Manager Klaus Kärcher zu trennen, reagiert Fenninger demnach wie folgt: "Bevor ich diesem Wunsch entspreche, werde ich meine aktive Karriere beim ÖSV mit sofortiger Wirkung beenden."

Streit um die Förderung

Weiter schreibt sie: "Auch mit der Ausübung von Druck wegen Vorgängen, die sich im nicht sportlichen Bereich abspielen und den Verband rein gar nichts angehen, habe ich mich abgefunden. Womit ich mich nicht abfinden werde, ist eine Einflussnahme auf meine sportliche Förderung, weil dies letztlich in absehbarer Zeit dazu führt, dass ich hinter meinen Möglichkeiten zurückbleibe. Da ich nicht dafür gemacht bin, halbherzige Dinge zu tun - schon gar nicht im Skisport - , werde ich in diesem Fall zu drastischen Maßnahmen greifen."

Der ÖSV weist die Behauptungen von Fenninger zurück. "Anna Fenninger kann sich so wie jeder Aktive des Österreichischen Skiverbandes selbstverständlich von Personen ihrer
Wahl beraten lassen. Demzufolge hat der ÖSV auch nicht von Anna Fenninger verlangt, sich von ihrem Berater zu trennen", heißt es in einer Stellungnahme.

Außerdem habe der Verband eine Zusammenarbeit angeboten: "Leider ist das Management von Anna diesem Angebot nicht gefolgt, womit für eine Zusammenarbeit derzeit die Gesprächsbasis fehlt.

Der Streit zwischen Fenninger und dem ÖSV schwelt schon länger. Zuletzt waren Spekulationen aufgekommen, dass die Salzburgerin einen Nationenwechsel anstrebe und für Deutschland starten wolle. Dem hatte die Doppelweltmeisterin zuletzt noch eine Absage erteilt.

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