vergrößernverkleinern
Anna Fenninger
Anna Fenninger gewann in der vergangenen Saison den Gesamt-Weltcup © Getty Images

Nachdem die Tiroler Tageszeitung unter Berufung auf Fenningers rechtlichen Berater Markus Wekwerth berichtet hatte, dass sich der österreichische Skistar von ihrem stark in die Kritik geratenen Manager und späteren Berater Klaus Kärcher getrennt hat, deutet sich eine Posse um das Thema an.

"Ja, es stimmt. Ich finde die Entscheidung nicht gut, aber ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und der ÖSV dulden keine unabhängigen Berater", wurde Wekwerth, der die Agentur "Vitesse Kärcher" sportrechtlich betreut, zitiert.

Doch Wekwerth selbst, der die Trennung vermeldete, rudert jetzt zurück. Es soll alles ein Missverständnis im Gespräch mit Journalisten gewesen sein.

"Die beratende Funktion ist aufrecht, es gibt nach wie vor einen Beratungsvertrag", teilte Wekwerth der Austria Presse Agentur mit.

Inzwischen gibt es vom österreichischen Skiverband zumindest ein offizielles Statement, das kurz ausfällt: "Uns ist in der Causa nichts bekannt", sagte ÖSV-Pressechef Jo Schmid.

Kärcher selbst war auf SPORT1-Nachfrage nicht zu erreichen, er soll sich im Urlaub befinden.

Im Sommer war es zu einem Konflikt zwischen der Gesamt-Weltcupsiegerin und dem ÖSV gekommen. Streitpunkt war, dass der mächtige Verband Fenninger aufforderte sich von Kärcher zu trennen. Die Super-G-Olympiasiegerin von 2014 drohte daraufhin sogar mit einem Verbandswechsel.

Nach einem klärenden Gespräch im Juni schienen die Wogen geglättet. Die Konfliktparteien verkündeten eine Einigung, nachder Kärcher in Zukunft weiter als Berater tätig sein durfte.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel