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Mikaela Shiffrin
Mikaela Shiffrin würde gerne gegen ihre männlichen Kollegen antreten © Getty Images

Mikaela Shiffrin setzt sich neue Ziele. Die alles überragende Ski-Fahrerin will gegen ihre männlichen Kollegen antreten. Einen möglichen Schauplatz hat sie schon im Sinn.

Nach ihrem grandiosen Wochenende mit zwei Siegen aus einer anderen Welt hat sich Ski-Rennläuferin Mikaela Shiffrin aus den USA ein neues Ziel gesetzt.

"Das wäre richtig cool, wenn ich mich mit den Männern vergleichen könnte", sagte die 20 Jahre alte Olympiasiegerin und Weltmeisterin nach ihren Slalom-Triumphen in Aspen im US-Bundesstaat Colorodo.

"Am liebsten", ergänzte Shiffrin, wäre ihr ein derartiger Vergleich im österreichischen Schladming. Beim legendären Nachtslalom der Männer auf der Planai war im Januar 2012 ihr Vorbild, die mittlerweile zurückgetretene Österreicherin Marlies Schild, als Vorläuferin angetreten - mit ihrer Zeit hätte sie damals sogar den zweiten Lauf erreicht.

Im Frauen-Slalom scheint Shiffrin derzeit keine Gegnerinnen zu haben.

In Aspen gewann sie erst mit 3,07 Sekunden vor der Slowakin Veronika Velez-Zuzulova, dann mit 2,65 Sekunden vor der Schwedin Frida Hansdotter, beides Weltklasse-Läuferinnen. "Es macht mir schon ein bisschen Angst. Ich habe jetzt eine Zielscheibe auf meinem Rücken", sagte Shiffrin.

Beim Weltcup-Auftakt in Sölden war die Amerikanerin Zweite im Riesenslalom geworden, einen scheinbar sicheren Sieg im Riesenslalom von Aspen am vergangenen Freitag verpasste sie durch einen Sturz kurz vor dem Ziel.

Den Gesamtweltcup führt Shiffrin dennoch souverän an, und am kommenden Wochenende im kanadischen Lake Louise will sie zudem im Super-G starten.

"Ich werde attackieren. Ich will sehen, wie schnell es im Weltcup zugehen kann", sagte Shiffrin zu ihrer Premiere im Super-G. Im Slalom und zunehmend im Riesenslalom ist sie das Maß aller Dinge. Die Konkurrentinnen, sagte sie, seien wohl etwas "verärgert" ob der großen Rückstände, "aber sie werden drüber hinwegkommen."

Oder sich daran gewöhnen müssen.

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