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Aksel Lund Svindal zog sich auf der Streif schwere Verletzungen zu
Aksel Lund Svindal zog sich auf der Streif schwere Verletzungen zu © Getty Images

Nach den Horror-Stürzen auf der legendären Streif in Kitzbühel gehen die Verantwortlichen in Garmisch-Partenkirchen auf Nummer sicher. Es gibt Konsequenzen.

Die Horror-Stürze auf der legendären Streif haben bei den Verantwortlichen des alpinen Ski-Weltcups zu einem Umdenken geführt.

Schon bei der Kandahar-Abfahrt am Samstag in Garmisch-Partenkirchen wird es erste Konsequenzen geben. "Wir werden den tiefsten Punkt der Kompression mit einer anderen Farbe markieren", sagte Hannes Trinkl, für die Speedrennen zuständiger Renndirektor des Internationalen Skiverbandes (FIS), bei Sport und Talk aus dem Hangar-7.

Er werde zudem vor dem Rennen "mit allen Läufern reden. Nicht nur mit den Guten, sondern auch mit den Jungen", kündigte der Österreicher, früher selbst Weltklasse-Abfahrer, an. Er sei "dankbar für jede Kritik, denn nur so können wir unser Produkt besser machen".

Die berühmte Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel war am vergangenen Samstag von schweren Stürzen überschattet gewesen. Der norwegische Olympiasieger Aksel Lund Svindal war ebenso wie die Österreicher Georg Streitberger und Hannes Reichelt in der Kompression nach der Hasubergkante böse zu Fall gekommen.

Eine Welle wurde den Fahrern durch die in diesem Bereich nicht mehr ganz so harte Piste zum Verhängnis. (Meinung: Nicht länger Leben riskieren)

Kreuzbandrisse und Knochenstauchung

Svindal riss sich ebenso wie Streitberger das Kreuzband. Reichelt kam mit einer Knochenstauchung noch einigermaßen glimpflich davon. Das grenzwertige Rennen war nach 30 Läufern abgebrochen worden.

"Nach der Startnummer 30 konnte ich die Läufer nicht mehr einschätzen. Ich dachte mir: Es reicht, wir haben drei Leute im Netz gehabt. Für die Jungen war es für mich nicht mehr vertretbar", begründete Trinkl noch einmal den Abbruch.

Der ehemalige Rennläufer Fritz Strobl aus Österreich, Abfahrts-Olympiasieger von 2002, brachte eine "mobile Beleuchtung für die Schlüsselstellen" ins Gespräch. "Bei dem Aufwand, der betrieben wird, kann es daran nicht scheitern. Und vielleicht sollte es eine außenstehende Person, die sich die Stürze in Zeitlupe anschauen kann, als Entscheidungshelfer geben", sagte Strobl.

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