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Peter Fill reichte ein zehnter Platz für den Gesamttriumph
Peter Fill reichte ein zehnter Platz für den Gesamttriumph © Getty Images

Peter Fill holt sich beim Weltcup-Finale die Abfahrts-Kugel - was er erst verspätet bemerkt. Ein Schweizer gewinnt in St. Moritz, Andreas Sander lässt sich irritieren.

Peter Fill aus Kastelruth in Südtirol hat als erster Italiener den Abfahrts-Weltcup gewonnen. Dem 33-Jährigen reichte beim letzten Saisonrennen in der Königsdisziplin im Schweizer St. Moritz bei schwierigen Bedingungen Platz zehn, um diesen historischen Coup perfekt zu machen.

Der Triumphator von Kitzbühel lag letztlich 26 Punkte vor dem viermaligen Saisonsieger Aksel Lund Svindal (Norwegen), der die Saison verletzungsbedingt bereits beenden musste.

"Ich war im Tunnel und habe mich vorher gar nicht mit den Zahlen beschäftigt", sagte Fill, der im Ziel sekundenlang auf die Ergebnistafel starrte. Als er begriff, dass er es tatsächlich geschafft hatte, legte er eine Rolle rückwärts in den Schnee und schrie mit Tränen in den Augen seine Freude heraus. "Ich wollte das Ding gewinnen, seit ich ein kleines Kind war - jetzt habe ich es geschafft", sagte er.

Fill hatte 1,36 Rückstand auf den Schweizer Beat Feuz, der bei Schneefall und schlechter Sicht auf der Corviglia seinen sechsten Weltcup-Erfolg einfuhr. Platz zwei ging an Steven Nyman (USA/0,08 Sekunden zurück), Dritter wurde der Kanadier Erik Guay (0,54).

Andreas Sander, der sich erstmals für die letzte Abfahrt der Saison qualifiziert hatte, verpasste die Punkteränge auf Platz 17 knapp.

"Ich bin stinksauer auf mich selber. Ich habe mich von der Sicht total irritieren lassen", sagte der 26-Jährige im ZDF. "Ich werde mich noch ein bisschen ärgern", ergänzte Sander, im Super-G am Donnerstag wolle er aber "noch mal alles geben und ein gutes Resultat abliefern".

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