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SKI-WORLD-MEN-SLALOM
Felix Neureuther will in der neuen Ski-Saison angreifen © Getty Images

München - Am Wochenende beginnt in Sölden die neue Weltcup-Saison der Alpinen - mit einem Felix Neureuther, der sich so gut fühlt wie lange nicht und noch ein großes Ziel hat.

Das mit Sölden, das ist so eine Sache. "Es ist zwar schön, dass es losgeht, aber es zählt erst ab Dezember", sagt Felix Neureuther über das erste Rennen der Saison am Sonntag in Sölden (ab 10 Uhr im LIVETICKER).

Wie bitte? Fritz Dopfer tut so, als hätte er nicht recht gehört. "Für mich ist Sölden ein extrem wichtiges Rennen, eine Standortbestimmung", betont er, doch Neureuther sieht das "komplett anders". Der Riesenslalom auf dem Rettenbachferner sei "speziell wie kein anderes Rennen". Das liegt an der Jahreszeit, an der Beschaffenheit von (Kunst-)Schnee und Eis - und an Neureuther selbst.

Neureuther gelassen

Felix Neureuther, inzwischen auch schon 32, hat zu viel erlebt in 13 Jahren als Ski-Profi im Weltcup, um sich vor dem Auftakt allzu sehr zu stressen. Während Tüftler Dopfer nach einem verlorenen Jahr ins Grübeln geraten und nun sehr gespannt darauf ist, wie all das Neue funktioniert, das er sich ausgedacht hat, sagt Neureuther gelassen:"Man kann sich mehr Gedanken machen oder weniger, ich mache mir relativ wenige."

Sein Motto: "Lieber mit nicht so hohen Erwartungen hingehen und überraschen als himmelhochjauchzend und dann sauber auf die Schnauze fallen."

Rückenproblem gelöst

So hielt er es schon 2015. Da sei er "eher vogelwild" gefahren, sagt Neureuther schmunzelnd, "und trotzdem bin ich Sechster geworden". Sölden in diesem Jahr geht aus seiner Sicht nicht ohne Sölden im vergangenen. Damals war lange nicht einmal so richtig klar gewesen, ob er überhaupt weiterfahren könnte - der Rücken. So wie im Winter 2014/2015, gesteht Neureuther, "hätte ich nicht mehr weitermachen können".

Weil aber im Winter 2015/16 keine Großveranstaltung anstand, fuhr Neureuther zwar weiter Ski, doch genau genommen sah er die Zeit als "Übergangssaison, damit sich mein Rücken erholen kann". Es hat sich gelohnt. Diesmal hat er in der Vorbereitung "all die Dinge gemacht, von denen ich geglaubt habe, dass ich sie nicht mehr tun kann".

Jetzt "stehe ich ziemlich gut da", versichert Neureuther. Dass er die Lust am Skifahren neu entdeckt hat, will er nicht sagen, aber wenn er jetzt am Start nicht mehr im Kopf habe, dass ihm einer "mit dem Messer in den Rücken sticht", sei das ein befreiendes Gefühl. "Das ist halt ein ganz anderes Skifahren", sagt er.

Olympia 2018 als Ziel

Neureuther hat nicht mehr lange, "das Ende naht". Olympia 2018 in Pyeongchang will er noch mitnehmen, im kommenden Februar schließt sich erst mal bei der WM in St. Moritz ein Kreis: Bei der WM vor dann 14 Jahren an gleicher Stelle hatte er zum ersten Mal auf der großen Bühne aufhorchen lassen - mit flotten Sprüchen und der besten Zeit im zweiten Slalom-Lauf.

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Bei der Rückkehr will er um den Sieg mitfahren. "Wenn ich das Gefühl hätte, dass ich keine Rennen mehr gewinnen könnte, würde ich sagen: Okay, dann ist's g'scheiter, dass ich neben der Michelle Hunziker sitze" - wo er als Juror der Sendung "Super Kids" zuletzt wirklich saß.

Zusammengefasst heißt das: "Ich bin auf einem guten Weg, dass ich im Dezember in der Form sein werde, in der ich auch sein will." Und nicht schon in Sölden.

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