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Lindsey Vonn
Lindsey Vonn wird nach ihrem Sturz im Zielraum von einer Betreuerin getröstet © Imago

Der Super-G in Crans-Montana wird wie schon die Kombination von Stürzen überschattet. Lindsey Vonn fällt auf ihren lädierten Arm, Viktoria Rebensburg fällt aus.

Lindsey Vonn ist weiterhin vom Pech verfolgt. Der US-amerikanische Ski-Star stürzte beim Super-G im schweizerischen Crans-Montana.

In einer Rechtskurve geriet die Rekord-Weltcupsiegerin aus der Balance und fiel auf ihren erst vor ein paar Monaten gebrochenen Arm. Kurz vor den Fangnetzen kam sie zum Stillstand, konnte selbst wieder aufstehen und ins Ziel fahren. Offenbar blieb sie von weiteren schlimmeren Verletzungen verschont.

Am Freitag hatte Vonn für einen Eklat gesorgt, da sie die FIS kritisiert und auf den Start in der Kombination verzichtet hatte.

Weirather kritisiert Kolleginnen

Die Liechtensteinerin Tina Weirather kritisierte ihre Kolleginnen für zu viel Risikobereitschaft. "Ein Formel 1-Fahrer kann auch nicht mit 360 km/h mit Vollgas in die Kurve fahren, nicht bremsen, einen Unfall bauen und danach sagen: 'Scheiß Rennstrecke'", sagte Weirather nach dem Rennen.

Stattdessen sollen die Fahrerinnen mehr Eigenverantwortung übernehmen: "Man kann das Limit auf diesem Schnee und Hang nicht gleich suchen wie sonst. Wer es übertreibt, fliegt raus, dass weiß jede Fahrerin. Will man einen Sturz vermeiden, muss man an der ein oder anderen Stelle einen Gang zurückschalten."

Rebensburg fährt am Tor vorbei

Viktoria Rebensburg kam beim zweiten von drei Rennen in Crans Montana ebenfalls nicht ins Ziel. Nach einem Fahrfehler verpasste die Deutsche ein Tor. Für Rebensburg war es schon der dritte Ausfall in dieser Saison in einem Super-G.

"Ich habe ein paar Schläge abbekommen, dann hat's mich versetzt, und dann bin ich am Tor vorbei - schade", sagte Rebensburg. Die Kombination am Sonntag wird die 27-Jährige auslassen. Sie trat am Samstag die Heimreise an, am Montag geht es nach Südkorea, wo auf den Pisten von Jongseon die Generalprobe für die Olympischen Spiele 2018 von Pyeongchang stattfindet.

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Stuhec macht Jagd auf Shiffrin

Aber nicht nur Vonn und Rebensburg schieden aus. Zahlreiche Läuferinnen erreichten das Ziel nicht, weil sie mit der anspruchsvollen Kurssetzung sowie dem weichen Schnee Probleme hatten. Die Schweizerin Jasmine Flury erwischte es am schwersten. Auch Sofia Goggia, Laurenne Ross und Fabienne Suter kamen unter anderem nicht ins Ziel.

Ilka Stuhec aus Slowenien bleibt derweil die "Speed-Queen" der laufenden Saison. Die Abfahrtsweltmeisterin feierte in Crans-Montana bereits ihren sechsten Sieg im Weltcup in dieser Saison. Stuhec gewann einen Tag nach dem zweiten Rang bei der chaotischen Kombination an gleicher Stelle vor Elena Curtoni (Italien/+0,50 Sekunden) und Stephanie Venier (Österreich/+1,09), der WM-Zweiten in der Abfahrt. Beste Deutsche war Lena Dürr auf Rang 23.

Stuhec könnte den Kampf um den Gesamtweltcup noch einmal spannend machen. Ihren Rückstand auf Mikaela Shiffrin aus den USA verkürzte die 26-Jährige auf 262 Punkte. Eine Kombination (Sonntag) sowie vier Rennen in den schnellen Disziplinen stehen bis zum Saisonende noch aus. Allerdings werden auch noch jeweils zwei Slaloms und Riesenslaloms gefahren, in denen Shiffrin klar im Vorteil ist.

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