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Marit Björgen gewinnt in Lahti
Marit Björgen gewinnt in Lahti © Getty Images

Ein starker fünfter Platz für Denise Herrmann im Sprint, dazu ein überraschender siebter Rang für "Nesthäkchen" Victoria Carl im Klassikrennen: Die viel gescholtenen deutsche Skilangläuferinnen haben nach der WM-Pleite von Falun Wiedergutmachung betrieben und beim Weltcup in Lahti unerwartet starke Ergebnisse eingefahren.

Vor allem Junioren-Weltmeisterin Carl erwischte mit ihrem besten Weltcup-Ergebnis überhaupt am Sonntag über 10 km einen Sahnetag.

Die 19-Jährige hatte im Ziel 58,3 Sekunden Rückstand auf Siegerin Marit Björgen (Norwegen) und konnte erstmals ihr großes Potenzial auch im Erwachsenenbereich abrufen. Bislang hatte Carl einen 25. Rang beim Sprint in Otepää als Topresultat zu Buche stehen.

Stefanie Böhler auf Platz elf (+1:25,3 Minuten) und Herrmann auf dem zwölften Rang (+1:29,6) sorgten für ein starkes Mannschafts-Ergebnis der DSV-Läuferinnen, die bei der WM in Falun ohne Medaille geblieben waren.

Herrmann hatte am Samstag ihr bestes Saisonergebnis verbucht.

Die 26-Jährige belegte im Sprintfinale Platz fünf und verpasste das Podest um 2,3 Sekunden.

"Ich habe schon gegen Ende der WM gemerkt, dass es von den Beinen wieder anders geht, es leichtfüßiger wird", sagte Herrmann.

Den Sieg im Sprint hatte sich ebenfalls Björgen gesichert, die Ausnahmeläuferin feierte in Lahti ihre Weltcup-Erfolge Nummer 91 und 92.

 

Für die deutschen Männer war in Finnland einmal mehr wenig zu holen.

Am Sonntag kam Jonas Dobler über 15 km beim Überraschungs-Sieg des Italieners Francesco de Fabiani auf Platz 21, beim Sprint-Erfolg des Norwegers Eirik Brandsdal verpassten alle drei deutschen Starter das Viertelfinale der besten 30.

Mit Platz zehn am Sonntag sicherte sich der Norweger Martin Johnsrud Sundby vorzeitig wie im Vorjahr den Gesamtweltcup. Sundby hatte wie 2014 den Grundstein für den Gewinn der Großen Kristallkugel durch den Sieg bei der Tour de Ski gelegt. Für den Skandinavier war es ein Trostpflaster für eine enttäuschende WM: Nach einer Krankheit hatte Sundby in Falun nur am Schlusstag über 50 km an den Start gehen können und dabei den elften Platz belegt.

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