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Tour De Ski
Norwegens Superstar Petter Northug (l.) fehlt noch ein Sieg bei der Tour de Skie © Getty Images

Am Freitag startet in Lenzerheide der Höhepunkt der Langlauf-Saison. SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zur Jubiläumsausgabe der Tour de Ski.

Was steht an?

Vom 1. bis zum 10. Januar bestreiten die Skilangläufer die 10. Tour de Ski. In einem Winter ohne WM oder Olympia ist das Etappenrennen zum Jahresbeginn der Saisonhöhepunkt. Außerdem gibt es bei der Tour besonders viele Punkte für den Gesamtweltcup zu holen.

Die beiden Sieger erhalten jeweils 400 Zähler. Zusätzlich wird auf jeder Etappe die halbe Punktzahl eines gewöhnlichen Weltcup-Rennens (50-46-43...) vergeben.
   
Wo wird gelaufen?

Die Tour de Ski macht 2016 in drei Ländern Station. Nach dem Auftaktwochenende in Lenzerheide (Schweiz) geht es am Dienstag in Oberstdorf weiter. Anschließend reist der Langlauf-Tross nach Italien, wo das Rennen zunächst in Toblach Station macht und schließlich in Val di Fiemme endet. (Weltcupkalender der Langläufer)
   
Wie ist der Modus?

Die Tour de Ski basiert auf dem Grundprinzip der Tour de France oder anderer Etappenrennen im Radsport. Am Ende der insgesamt acht Teilstücke soll der beste Allrounder gekürt werden.

Vom Sprint über die Verfolgung bis hin zum Massenstart werden in allen Teildisziplinen und Techniken Rennen ausgetragen. Die Entscheidung fällt aber auf den langen Strecken und beim traditionellen Schlussanstieg auf die Alpe Cermis.
   
Wer sind die Favoriten?

Marit Björgen
Marit Björgen krönte sich 2015 zur Siegerin der Tour de Ski © Getty Images

Die Norweger. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen scheinen die Überflieger aus Skandinavien unschlagbar. Topfavorit Martin Johnsrud Sundby könnte den dritten Gesamtsieg in Serie feiern, bei den Frauen ist angesichts der Babypause der Vorjahressiegerin Marit Björgen die Weltcup-Führende Therese Johaug erste Sieganwärterin. Schlagen können die beiden am ehesten noch ihre eigenen Landsleute. (Stände im Gesamtweltcup)
   
Wie stehen die Chancen der Deutschen?

Im Vorjahr sorgte Tim Tscharnke mit seinem sensationellen Sieg auf der vorletzten Etappe für ein Highlight. Ein ähnlicher Coup käme diesmal fast noch überraschender, zumal Tscharnke wegen Formschwäche fehlt.

Immerhin: Denise Herrmann und Hanna Kolb sind bei den Frauen im Sprint für einen Podestplatz gut, Distanz-Spezialistin Nicole Fessel kann - auch im Gesamtklassement - unter die Top Ten laufen.

Die Etappen im Überblick:

Freitag, 1. Januar, Lenzerheide/Schweiz: Sprint Frauen und Männer, freier Stil (Qualifikation 13.25, Finals 15.55 Uhr).
Samstag, 2. Januar, Lenzerheide: Frauen 15 km Massenstart klassischer Stil (13.00), Männer 30 km Massenstart klassischer Stil (15.00)
Sonntag, 3. Januar: Lenzerheide: 10 km Verfolgung Männer, freier Stil (11.45), 5 km Verfolgung Frauen, freier Stil (13.20) 
Montag, 4. Januar: Ruhetag
Mittwoch, 5. Januar, Oberstdorf: Sprint Frauen und Männer, klassischer Stil (Qualifikation 12.00, Finals 14.30).
Dienstag, 6. Januar, Oberstdorf: 10 km Massenstart Frauen, klassischer Stil (14.20), 15 km Massenstart Männer, klassischer Stil (15.20)
Donnerstag, 7. Januar: Ruhetag 
Freitag, 8. Januar, Toblach/Italien: Männer 10 km freier Stil (11.30), Frauen 5 km freier Stil (13.30),
Samstag, 9. Januar, Val di Fiemme/Italien: Frauen Massenstart 10 km klassischer Stil (12.30), Männer Massenstart 15 km klassischer Stil (14.30 Uhr), 
Sonntag, 10. Januar, Val di Fiemme: Frauen Schlussanstieg 9 km freie Technik (14.00), Männer Schlussanstieg 9 km freie Technik (15.40 Uhr)

Die Gesamtsieger:

2007 Virpi Kuitunen (Finnland) und Tobias Angerer (Vachendorf)
2008 Charlotte Kalla (Schweden) und Lukas Bauer (Tschechien)
2009 Kuitunen und Dario Cologna (Schweiz)
2010 Justyna Kowalczyk (Polen) und Bauer
2011 Kowalczyk und Cologna
2012 Kowalczyk und Cologna
2013 Kowalczyk und Alexander Legkow (Russland)
2014 Therese Johaug und Martin Johnsrud Sundby (beide Norwegen)
2015 Marit Björgen und Sundby (beide Norwegen)

Das deutsche Aufgebot:

Frauen: Nicole Fessel, Lucia Anger (Oberstdorf), Denise Herrmann, Monique Siegel (beide Oberwiesenthal), Stefanie Böhler (Ibach), Hanna Kolb (Buchenberg), Sandra Ringwald (Schonach-Rohrhardsberg)

Männer: Thomas Bing (Rhön), Lucas Bögl (Gaißach), Jonas Dobler (Traunstein), Sebastian Eisenlauer (Sonthofen), Andreas Katz (Baiersbronn), Andy Kühne (Oberwiesenthal), Florian Notz (Römerstein)

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