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Anders Jacobson Ärmel am rechten Arm ist zu lang. Der Anzug darf laut Reglement nicht über die Handgelenke gehen
Anders Jacobson Ärmel am rechten Arm ist zu lang. Der Anzug darf laut Reglement nicht über die Handgelenke gehen © getty

Anders Jacobsen verließ nach seinem Probesprung am Bergisel fluchtartig das Schanzengelände in Innsbruck. Mit den Skiern auf den Schultern stürmte er die Treppen hinunter.

Zu den Vorwürfen gegen ihn wollte der Sieger von Garmisch-Partenkirchen keinen Kommentar abgeben.

Dabei gibt es um Jacobsen einige ungeklärte Fragen, genauer gesagt um seinen Anzug.

Der Schweizer Boulevard hat mit seinen Betrugsvorwürfen gegen den Norweger einen neuen Materialzoff ausgelöst.

Offenbar hat Jacobsen mit einem geschickten Trick die Regelhüter der FIS ins Leere Laufen lassen. Indem er seine Ärmel leicht über die Handflächen zog, vergrößerte er seine Auftriebsfläche.

Die Zeitung "Blick" veröffentlichte recht eindeutige Fotos, die dies belegen.

Dennoch war Jacobsens Sieg in Garmisch-Partenkirchen legal.

"Es war alles korrekt", stellte ein Mitglied des norwegischen Trainerteams bei SPORT1 klar. Jacobsens Anzug habe die Materialkontrolle durchlaufen wie jeder andere auch.

Von einer offiziellen Verwarnung durch den Weltverband wie von der Schweizer Presse berichtet könne keine Rede sein.

Hinter den harten Vorwürfen von Schweizer Seite steckt sicherlich ein wenig Enttäuschung über den bisherigen Tourneeverlauf bei ihrem Favoriten Simon Ammann.

Mit einem Sturz in Oberstdorf verspielte der Olympiasieger und Weltmeister alle Chancen auf den Tourneesieg. In Garmisch-Partenkirchen wurde er als Zweitplatzierter von Jacobsen klar distanziert.

Jacobsen landete in der Qualifikation von Innsbruck nur auf Rang 14. Ammann hatte erneut auf seinen Sprung verzichtet.

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