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Richard Freitag flog in der Qualifikation für die WM-Entscheidung von der Normalschanze 129,0 m weit
Richard Freitag flog in der Qualifikation für die WM-Entscheidung von der Normalschanze 129,0 m weit © imago

Falun - Richard Freitag unterstreicht in der Quali von der Großschanze seine Ambitionen, springt auf den ersten Platz. Auch ein weiterer Deutscher überzeugt. Dafür schlägt das Wetter Kapriolen.

Der Kampf um Titel und Medaillen kann kommen:

Skispringer Richard Freitag hat die Qualifikation für die WM-Entscheidung von der Normalschanze gewonnen. Der Sachse flog in Falun auf sehr gute 129,0 m und unterstrich seine Ambitionen für den Wettkampf am Donnerstag ebenso wie Markus Eisenbichler, der mit 128,5 m den zweiten Platz belegte.

Andreas Wellinger folgte erst auf Rang 24, der vorqualifizierte Severin Freund verzichtete auf seinen Sprung.

"Das Kribbeln, von dem ich gesprochen habe, ist da. Es ist aber trotzdem noch einiges an Luft nach oben", sagte Freitag. (SERVICE: Der WM-Zeitplan)

Norweger springt am weitesten

Den weitesten Satz des Tages zeigte der Norweger Rune Velta. Der ebenfalls automatisch für den Wettbewerb qualifizierte Weltmeister von der Normalschanze flog auf starke 135,0 m und geht als Mitfavorit in die Entscheidung am Donnerstag (17 Uhr im LIVETICKER).

"Velta ist sicher einer der Favoriten für morgen. Aber der Sevi und andere haben auch gezeigt, dass sie hier ganz nach vorne springen können", sagte Freitag.

Das galt nicht zuletzt für Vierschanzentournee-Gewinner Stefan Kraft (Österreich), der auf 132,0 m kam.

Der Großteil der Topspringer war allerdings nicht am Start, darunter auch Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch (Polen).

Eisenbichler bleibt ruhig  

Eisenbichler, der vor dem ersten WM-Wettkampf seiner Karriere steht, wollte die Qualifikation nicht zu hoch bewerten. (VORSCHAU: Deutschland winkt goldener Donnerstag)

"Die Quali ist eher nebensächlich. Es ging darum, hier einen guten Sprung abzuliefern. Das ist mir gelungen, ich sehe das ganz locker. Es ist ein ganz normaler Wettkampf, es steht halt nur WM dran", sagte der 23-Jährige.

Heftiger Wind hatte zunächst zu einer mehrfachen Verschiebung der Qualifikation geführt.

Erst nach einer 90-minütigen Wartezeit ging der erste Springer vom Bakken. Mitfavorit Freund wollte ursprünglich ebenfalls starten, verzichtete angesichts der Verzögerungen aber.

Wellinger kritisch

Nicht ganz zufrieden war Andreas Wellinger, der von Bundestrainer Werner Schuster den Vorzug vor Routinier Michael Neumayer erhalten hatte.

"Ich bin froh, dass es durch ist. Es hat lange genug gedauert", sagte der 19-Jährige: "Wir sind vor vier Stunden hergekommen, das zieht sich dann noch. Ich hatte aber gehofft, dass es ein bisschen weiter geht. Jetzt freue ich mich auf den Wettkampf."

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