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Skispringer Severin Freund erlitt bereits zwei Kreuzbandrisse
Severin Freund war in der Innsbruck-Quali der schwächste deutsche Springer © Getty Images

Angeführt von Top-Springer Markus Eisenbichler erreichen alle sechs deutschen Adler das Wertungsspringen in Innsbruck. Severin Freund erwischt ein schweres K.o.-Duell.

Angeführt von Hoffnungsträger Markus Eisenbichler sind die deutschen Skispringer in voller Mannschaftsstärke in den dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee in Innsbruck eingezogen.

Eisenbichler belegte in der Qualifikation nach einem Sprung auf 130,0 m mit 136,3 Punkten als bester DSV-Adler Rang sechs, der Vierte der Tournee-Gesamtwertung war allerdings über seine Weltcup-Platzierung ohnehin für den Wettkampf am Mittwoch (ab 14 Uhr im LIVETICKER) gesetzt.

"Die Schanze ist schwierig, mit dem Sprung bin ich nicht ganz zufrieden. Aber dass mir die Schanze nicht liegt, das muss ich revidieren", sagte Eisenbichler: "Nur früher bin ich hier in Innsbruck schlecht bis erbärmlich gehupft." 2015 war er bei seinem zuvor einzigen Tournee-Auftritt in Innsbruck in der Qualifikation gescheitert.

Kraft gewinnt Quali

Den Sieg in der Vorausscheidung sicherte sich der Österreicher Stefan Kraft mit der Tagesbestweite von 134,5 m (143,1 Punkte), der Gesamtwertungs-Zweite unterstrich damit seine Ambitionen auf seinen zweiten Tournee-Sieg.

Der in der Tournee-Wertung führende Kamil Stoch (Polen) lag in beiden Trainingssprüngen vorne und verzichtete daraufhin wie schon in Garmisch auf den Start in der Qualifikation. Der Norweger Daniel Andre Tande, den Eisenbichler in der Gesamtwertung von Platz drei verdrängen will, wurde Fünfter.

Freund enttäuscht

Weltmeister Severin Freund, wie Eisenbichler bereits für den Wettbewerb qualifiziert, enttäuschte erneut und kam mit 116,5 m (108,1) nicht über Platz 47 hinaus und muss sich in seinem K.o-Duell mit dem starken Österreicher Michael Hayböck messen.

"Ich wollte einen Schritt vorwärts machen, das war leider nicht so. Das ist nervig", sagte Freund.

Andreas Wellinger als Neunter (128,6) und Stephan Leyhe, in Garmisch mit Platz acht mit seinem besten Karriere-Ergebnis, als Zwölfter (126,3) zeigten sich in starker Verfassung.

Richard Freitag, der 2015 in Innsbruck gesiegt hatte, zeigte als 25. (120,6) eine durchschnittliche Leistung. Karl Geiger rutschte als 41. (111,1) trotz eines schwachen Sprungs noch in den Wettkampf.

Kasai macht die 100 voll

Beeindruckendes Jubiläum am Rande: Noriaki Kasai (44), derzeit schwächelnde japanische Schanzen-Legende, trat zum 100. Mal bei einer Station der Vierschanzentournee an, qualifizierte sich recht souverän als 24. und wird damit am Mittwoch seinen 94. Tournee-Wettkampf bestreiten.

Anders als bei den beiden Heimspringen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen hatte der Deutsche Skiverband (DSV) nicht mehr zwölf, sondern nur noch sechs Springer in die Qualifikation schicken können.

Vom Heimrecht profitierten diesmal die Österreicher, die als Gastgeber eine nationale Gruppe stellen durften und gleich mit zehn Athleten in den Wettkampf am Mittwoch einzogen.

Die deutschen K.o.-Duelle im ersten Durchgang:

Richard Freitag (Aue) - Jurij Tepes (Slowenien)
Karl Geiger (Oberstdorf) - Cene Prevc (Slowenien)
Stephan Leyhe (Willingen) - Dimitri Wassiljew (Russland)
 Andreas Wellinger (Ruhpolding) - Mackenzie Boyd-Clowes (Kanada)
Markus Eisenbichler (Siegsdorf) - Taku Takeuchi (Japan)
 Severin Freund (Rastbüchl) - Michael Hayböck (Österreich)

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