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Mixed Team Ski Jumping HS100 - FIS Nordic World Ski Championships
Markus Eisenbichler, Andreas Wellinger, Svenja Würth und Carina Vogt (v.l.) bejubeln die Goldmedaille © Getty Images

Lahti - Die deutschen Skispringer verteidigen bei der WM in Lahti ihren Titel im Mixed. Weltmeisterin Vogt legt den Grundstein zum Sieg. Österreich wird distanziert.

Die deutschen Skispringer haben bei der WM in Lahti ihren Titel im Mixed souverän verteidigt.

Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler, Weltmeisterin Carina Vogt und Svenja Würth holten mit 1035,5 Punkten überlegen Gold vor Österreich um den neuen WM-Champion Stefan Kraft (999,3). Bronze ging im heftigen Schneetreiben an Japan (979,7).

"Schlägt immer zu"

"Das war eine tolle Vorstellung. Die Medaillen zuvor im Einzel haben natürlich alles leichter gemacht", sagte Bundestrainer Werner Schuster. "Alle vier Springer haben eine Top-Leistung geboten."

Vogt wurde wie schon 2015 mit Doppel-Gold zur Schanzenkönigin. "Carina ist eine wilde Sau, bei Großereignissen schlägt sie immer zu", sagte Eisenbichler.

Wellinger und Eisenbichler hatten schon am Samstag mit dem ersten DSV-Doppelpodest seit Martin Schmitt und Sven Hannawald im Jahr 1999 geglänz.

"Die beiden haben im zweiten Durchgang eine Wahnsinns-Show abgezogen", sagte Schuster, nachdem seine Musterschüler nur dem starken Kraft unterlegen waren.

Erdrückende deutsche Dominanz

Die Dominanz im "gemischten Vierer" am Sonntag war erdrückend: Das überlegene DSV-Quartett lag nach allen acht Durchgängen in Führung.

"Es war unglaublich. So eine Skisprung-Demonstration zu zeigen, das war unfassbar für mich", sagte Frauen-Bundestrainer Andreas Bauer.

In dem erst zum dritten Mal ausgetragenen Wettbewerb hieß der Sieger somit zum zweiten Mal Deutschland, bei der Premiere 2013 hatte Japan gewonnen.

Weltmeisterin Vogt legt Grundstein zu Gold

Vor nur 500 Zuschauern erwischte das deutsche Team einen Start nach Maß: Vogt, die schon 2015 in Falun den Grundstein zu Gold gelegt hatte, brachte den Titelverteidiger mit einem sensationellen Flug auf 98,0 m sofort auf Platz eins. "Das war ein weltmeisterlicher Auftakt", sagte Schuster.

Eisenbichler (95,5 m) baute mit weniger Anlauf die Führung sogar noch aus, Würth (95,0) und der starke Wellinger (99,0) hielten die Verfolger souverän auf Distanz.

"Das sollte eigentlich genügen und den Jungs und Mädels Kraft geben, auf dieser Welle weiter zu segeln", sagte Schuster bereits zur Halbzeit. Im zweiten Durchgang ließen Vogt (95,0), Eisenbichler (99,5), Würth (95,5) und Wellinger (98,0) nichts mehr anbrennen.

Beim Gold-Triumph vor zwei Jahren in Falun hatte Vogt als einzige des Lahti-Quartetts bereits im Aufgebot gestanden. Ihren damaligen Mitstreitern Severin Freund, Richard Freitag und Katharina Althaus blieb diesmal nur die Rolle der Zuschauer.

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