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SKI-JUMPING-WORLD
Andreas Wellinger muss sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben © Getty Images

Andreas Wellinger verpasst seinen dritten Sieg im Weltcup. Auf dem Holmenkollbakken ist Doppel-Weltmeister Stefan Kraft einmal mehr zu stark, Eisenbichler überzeugt.

Skispringer Andreas Wellinger (Ruhpolding) hat in Oslo seinen dritten Weltcupsieg knapp verpasst. Der Team-Olympiasieger musste sich auf dem Holmenkollbakken erneut nur Österreichs Doppel-Weltmeister Stefan Kraft geschlagen geben und wurde Zweiter. Markus Eisenbichler (Siegsdorf) sprang als Dritter mit auf das Podium.

Der 21 Jahre alte Wellinger, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, lag nach Sprüngen auf 133,5 und 127,0 m mit 258,6 Punkten letztlich noch deutlich hinter Kraft (267,5/130+132,0), der damit auch die Führung im Gesamt-Weltcup vom Polen Kamil Stoch (22.) übernahm. Eisenbichler (244,1 Punkte) sprang im zweiten Durchgang noch von Platz sechs auf drei. 

Eisenbichler zum zweiten Mal auf dem Treppchen

Zuletzt hatte Wellinger bei der WM in Lahti zweimal hinter Kraft Silber geholt. Im Springen von der Normalschanze siegte der Österreicher wie jetzt in Oslo vor Wellinger und Eisenbichler, der auch da von Platz sechs noch auf das Podest geflogen war. Für Eisenbichler (25) war es das zweite Weltcup-Podium seiner Karriere, Wellinger hatte seine bisherigen Siege im Januar 2014 im polnischen Wisla und im Januar 2017 in Willingen gefeiert.

Richard Freitag (Aue) wurde in Oslo 14. (221,1), Stephan Leyhe (Willingen) kam auf Platz 18 (216,6), Karl Geiger (Oberstdorf) wurde 25. (204,0). Team-Olympiasieger Andreas Wank (Hinterzarten) hatte als 47. den zweiten Durchgang verpasst. 

Wellinger tritt Spiztenposition wieder an Kraft ab

Kraft liegt auch in der neugeschaffenen "Raw Air"-Wertung vorne, die Wellinger mit seinem Sieg in der Qualifikation am Freitag zunächst angeführt hatte. Im Team-Wettkampf am Samstag, dessen Einzel-Ergebnisse in die Gesamtwertung einflossen, verlor Wellinger trotz des zweiten Platzes der DSV-Adler die Spitzenposition aber wieder.

In Oslo sowie in Lillehammer, Trondheim und Vikersund finden bis zum 18. März 16 Wertungssprünge binnen zehn Tagen statt. Bereits am Montag steht Sprung Nummer sechs bei der Qualifikation in Lillehammer an.

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