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SKI JUMPING-FIS-WORLD-CUP
Andreas Wellinger zeigt in Trondheim eine gute Leistung und verliert dennoch die Führung © Getty Images

Beim Weltcup in Trondheim fliegt Andreas Wellinger auf einen guten dritten Platz, doch der Österreicher Stefan Kraft entreißt ihm dennoch die Führung.

 Andreas Wellinger bleibt Stammgast auf dem Podest, doch Stefan Kraft war wieder einmal zu stark für Deutschlands Überflieger: Mit Platz drei in Trondheim hat Wellinger beim Sieg des überragenden Doppel-Weltmeisters Kraft seine Führung in der norwegischen "Raw Air"-Serie an den Österreicher verloren.

Markus Eisenbichler rundete auf der Granasen-Schanze als starker Vierter das sehr gute deutsche Ergebnis ab.

"Mein zweiter Sprung war ziemlich cool. 141,5 Meter, dazu der Telemark – das passt. Schöner wäre es nur gewesen, wenn Markus und ich wieder gemeinsam auf dem Podest gestanden hätten", sagte der zweifache Skisprung-Vizeweltmeister Wellinger.

Der 21-Jährige flog auf 133,0 und 141,5 m und lag in der Endabrechnung mit 289,6 Punkten einzig hinter Kraft (302,0) und Lokalmatador Andreas Stjernen (294,3) sowie knapp vor Eisenbichler (288,7).

Wellinger rutscht knapp hinter Kraft

In der Gesamtwertung der neuen Norwegen-Tour rutschte Wellinger nach neun von 15 Durchgängen mit 1231,8 Punkten knapp hinter seinen Dauer-Rivalen Kraft (1237,1) zurück. Auf Rang drei folgt weiter Eisenbichler (1206,2), der in Trondheim den dritten Podestplatz seiner Weltcup-Karriere nur um einen halben Meter verpasste.

"Es bleibt spannend, alles ist sehr knapp", sagte Wellinger. Der Sieger der neu geschaffenen "Vierschanzentournee" erhält 60.000 Euro.

Der WM-Dritte Eisenbichler hatte nach dem ersten Durchgang als Dritter noch drei Positionen vor Wellinger gelegen, wurde aber noch abgefangen. "Markus ist für seine Landung bestraft worden. Aber was Wellinger, Kraft und Stjernen heute geschafft haben, war fantastisch.

Das war ein Wettkampf auf Topniveau", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Wellingers Konstanz ist derweil beeindruckend: Inklusive der WM landete der Bayer bei den vergangenen 14 Einzel-Wettkämpfen zwölfmal auf dem Podest.

Freitag rundet deutsches Ergebnis ab

Richard Freitag (Aue), 2012 und 2013 in Trondheim Zweiter, überzeugt als Achter ebenfalls und schob sich auch in der Gesamtwertung auf den achten Rang vor. Dahinter klaffte aber eine Lücke: So eben in den Punkten landeten Stephan Leyhe (Willingen) und Andreas Wank (Hinterzarten) auf den Rängen 25 und 28, nicht in den zweiten Durchgang schaffte es Karl Geiger (Oberstdorf) auf Position 31.

Nicht am Start war nach einer ungewöhnlichen Entscheidung Gregor Schlierenzauer. Der Weltcup-Rekordsieger hatte am Mittwoch in der Qualifikation bei schwierigen Bedingungen seinen Sprung verweigert.

"Ich habe mich nach dem ganzen Hin und Her nicht mehr wohlgefühlt. Mein Gefühl hat mir gesagt, dass ich nicht springen soll. Die Freiheit, so eine Entscheidung zu treffen, nehme ich mir", erklärte der Österreicher anschließend. In der Gesamtwertung fiel Schlierenzauer weiter zurück.

Weiter geht es schon am Freitag (16.30 Uhr) auf der Flugschanze in Vikersund, wo der in Lillehammer ausgefallene Wettbewerb nachgeholt wird - allerdings mit nur einem Durchgang. Auf dem "Monster-Bakken" nahe der Kleinstadt Drammen könnte auch der Weltrekord des Norwegers Anders Fannemel wackeln, der dort 2015 auf 251,5 Meter gesegelt war.

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