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Finn Balor (r.) soll im Mittelpunkt eines neuen WWE-Stables stehen - die Originalgruppe aus Japan trug schon mal seine T-Shirts © SPORT1-Grafik: Gabriel Fehlandt/ wwebalor@instagram.com

München - Die WWE hat mit ihren vier Neuverpflichtungen um AJ Styles offenbar Großes vor. Im Zentrum der Pläne steht ein anderer, aufstrebender Star der Liga.

Vier neue Stars sind offenbar auf dem Weg in die WWE - und es verdichten sich die Anzeichen, dass die weltgrößte Wrestling-Liga größere Pläne mit ihnen hat.

Am Montag vermeldeten mehrere Medien, dass ein Quartett um die in Japan äußerst erfolgreichen Showkämpfer AJ Styles und Shinsuke Nakamura bei der WWE unterzeichnet hat. Am Tag darauf mehrten sich die Indizien, welche Rolle das Quartett dort spielen könnte.

Im Zentrum der Spekulationen befindet sich eine Zukunftshoffnung, die ein Weggefährte der Neuverpflichtungen war: Finn Balor.

Es sieht so aus, als ob die WWE mit ihren Neuzugängen eine große Kampfgruppierung, ein Stable um den aufstrebenden Iren formen will.

Aus Bullet Club wird Balor Club

Die vier Neuen bieten sich als Gefährten an: In Japan stand Balor - seinerzeit als Prince Devitt bekannt - schon einmal im Mittelpunkt einer erfolgreichen Gruppierung. Dem "Bullet Club" gehör(t)en auch Styles und die mit ihm verpflichteten Doc Gallows und Karl Anderson an.

In der WWE führt Balor den Grundgedanken des Bullet Club schon jetzt fort: Seine Anhänger nennt der Champion der hauseigenen Nachwuchsliga NXT "Balor Club", es gibt auch schon entsprechende Fanshirts - mit denen auch die Bullet-Club-Kämpfer schon öffentlich posiert haben.

Balor selbst erweckt gerade ebenfalls den Eindruck, dass in Sachen Balor Club etwas im Busch ist: Bei Twitter postete er in den vergangenen Tagen zunächst den Hashtag #BalorClub viermal, danach auch ein gemeinsames Bild mit den alten Kumpanen.

Zuvor hatte schon der Wrestlingjournalist Dave Meltzer berichtet, dass der Balor Club bald in den Hauptshows der WWE debütieren könnte: Styles und Nakamura wären dort und nicht bei NXT eingeplant, zudem solle es bei der kommenden Großveranstaltung, dem Royal Rumble, "Überraschungen" geben.

WWE mit kurioser Strategie

Mit einer recht kuriosen Kommunikationsstrategie adelte die WWE am Dienstag die Spekulationen um die vier Neuen und den Balor Club: Sie griff sie auf ihrer eigenen, offiziellen Website in einem detaillierten Bericht auf - ohne sie zu bestätigen.

Sie zitiert dabei unter anderem ihren Vizechef Triple H, dass er "ablehnt, die Gerüchte gegenüber WWE.com zu kommentieren".

Sinn würden sie in jedem Fall ergeben: Der 34 Jahre alte Balor ist hochveranlagt, schon jetzt erstaunlich populär und ein um ihn herum aufgebautes Stable wäre ein probates Mittel, ihm zum Durchbruch zu verhelfen.

Die WWE hatte zuletzt schon mehrfach Erfolg mit diesem Konzept: 2010 etablierte er mit der Gruppierung "The Nexus" eine Reihe von Jungstars, zwei Jahre später mit "The Shield" den heutigen Champion Roman Reigns, Dean Ambrose und Seth Rollins.

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