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Daniel Bryan WWE Wrestling John Cena
Daniel Bryan wurde bei WrestleMania 30 im Jahr 2014 WWE und World Champion © Imago

München - Nach dem Cena-Schock rückt ein anderer Verletzungsfall in den Blickpunkt. Daniel Bryan fordert grünes Licht für sein Comeback - das die WWE ihm nicht gibt.

Unmittelbar nach dem Ausfall von John Cena kommt Bewegung in einen anderen prominenten Verletzungsfall der WWE.

Daniel Bryan, hinter Topstar Cena einer der größten Publikumslieblinge der Wrestling-Liga, fleht einmal mehr öffentlich um grünes Licht für seine Rückkehr.

"Kann die WWE mich endlich freigeben?", fragte der 34-Jährige, der seit April vergangenen Jahres wegen der Folgen einer Gehirnerschütterung nicht mehr im Ring stand, am Donnerstag in einem Beitrag bei Twitter und Instagram.

Auch Fans rufen nach Daniel Bryan

Konkreter Anlass für Bryans Aufruf ist nicht Cenas Verletzung, sondern die Meldungen, dass die WWE vier neue Stars aus der japanischen Liga New Japan Pro Wrestling geholt haben soll.

Bryan lud auch ein Bild des Berichts hoch, mit dem die WWE die Nachricht selbst aufgriff. Der Edeltechniker vertritt dieselbe Kampfschule wie die beiden Kernverpflichtungen AJ Styles und Shinsuke Nakamura, sein Posting drückt in erster Linie seinen Wunsch aus, mit den ebenso hochrespektierten Stars in den Ring steigen zu können.

Sein Timing, am selben Tag der angekündigten Schulter-OP Cenas, befeuert allerdings die seit längerem tobende Diskussion um Bryans Comeback.

Das Aushängeschild der WWE fällt monatelang aus, verpasst aller Voraussicht nach WrestleMania, die größte Show des Jahres - ein anderer Publikumsliebling wiederum will in den Ring zurück, die WWE allerdings lässt ihn nicht: Das verwundert und ärgert zahlreiche Fans, die im Netz nun #ClearDanielBryan skandieren.

Eine heikle Angelegenheit

Hintergrund der Geschichte: WWE-Arzt Dr. Joseph Maroon, ein anerkannter Neurologe, erteilt Bryan aus gesundheitlichen Gründen keine Freigabe für den Ring - trotz einer zweiten, gegenteiligen Meinung, die sich Bryan bei einem anderen Facharzt eingeholt hat, folgt das Unternehmen seinem eigenen Doktor.

Die Angelegenheit ist sensibel: Die oft unterschätzten schweren, teils tödlichen Langzeitfolgen von Kopfverletzungen im Sport sind in den USA großes Thema. Auch die WWE ist vorbelastet: Bei ihrem toten Ex-Champion Chris Benoit, der 2007 seine Frau, seinen Sohn und sich selbst umbrachte, wurden bei einer posthumen Untersuchung schwere Gehirnschäden festgestellt. Die Vorsicht im Fall Bryan verwundert da nicht.

Viele Fans hegen im Fall Bryan dennoch eine ganz andere, verschwörerische Theorie: Bryan würde vom Ring ferngehalten, weil er WWE Champion Roman Reigns die Show stehlen würde. Obwohl diese Theorie so unbelegt wie zweifelhaft ist: Cenas Verletzung und Bryans neueste Wortmeldung facht die Debatte nun erneut an.

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