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WWE Smackdown Live Tour in Durban
Bret "The Hitman" Hart ist an Krebs erkrankt © Getty Images

Der "Hitman" Bret Hart, in Deutschland der womöglich populärste Wrestling-Star aller Zeiten, ist an Krebs erkrankt. Er wird in den kommenden Tagen operiert.

Wrestling-Legende Bret Hart steht vor seinem schwersten Kampf.

Der "Hitman", Hall of Famer und Gesicht der WWE während des Booms in Deutschland in den Neunzigern, hat Prostata-Krebs.

In einem langen und emotionalen Statement machte der 58 Jahre alte Kanadier die Diagnose öffentlich.

"Ich werde mich in den kommenden Tagen einer Operation unterziehen und hoffe, diesen Feind besiegen zu können", schrieb Hart: "Ich weigere mich zu verlieren, ich werde nicht aufgeben und ich werde diesen Kampf gewinnen - oder beim Versuch sterben."

Hart kämpft nicht zum ersten Mal mit schweren gesundheitlichen Problemen: Seine Karriere beendete er im Jahr 2000 wegen der Folgen einer schweren Gehirnerschütterung, 2002 überlebte er einen Schlaganfall: "Ich habe genug Zeit damit verbracht den Preis für all die Jahre zu bezahlen, in denen ich versucht habe, der Beste zu sein."

Ein prägender Star

Hart - Markenzeichen: eine rosa Sonnenbrille, die er vor jedem Kampf an ein Kind im Publikum verschenkte - hatte zu Beginn der Neunziger Hulk Hogan an der Spitze der damaligen WWF beerbt. Er trug fünfmal den World Title der Liga, zunächst als Publikumsliebling, gegen Ende als Heel (Bösewicht), der als Gegenspieler des späteren Topstars Stone Cold Steve Austin entscheidend zu dessen Durchbruch beitrug.

1997 schied Hart unter spektakulären Umständen aus der Showkampfliga: Sein letztes Match gegen Shawn Michaels wollte er nicht verlieren, WWF-Boss Vince McMahon brach die Absprache, läutete das Match ab und ließ Michaels zum Sieger erklären - ein Skandal, der als "Montreal Screwjob" in die Geschichte einging.

Der Streit mit dem Ex-Arbeitgeber vertiefte sich zwei Jahre später, als Harts Bruder Owen zwei Jahre später bei einem missglücktem Stunt im WWE-Ring zu Tode stürzte.

Jahre später schloss Hart wieder Frieden mit der WWE, ließ sich in ihre Ruhmeshalle aufnehmen - Austin war sein Laudator -, 2010 kehrte der Hitman sogar für ein kurzes Showmatch mit McMahon in den Ring zurück und absolviert seitdem immer wieder kleinere Auftritte.

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