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Der frühere ECW- und WWE-Wrestler Balls Mahoney starb kurz nach seinem 44. Geburtstag
Der frühere ECW- und WWE-Wrestler Balls Mahoney starb kurz nach seinem 44. Geburtstag © WWE 2016 All Rights Reserved

München - Er war Star-Wrestler bei ECW und WWE, Satanist und großes Kind - und tötete angeblich mal einen Hai mit einer Gabel: Nun ist Balls Mahoney früh verstorben.

Balls Mahoney, früherer WWE-Wrestler und einer der bekanntesten originalen Stars der Kultliga ECW, ist tot.

Mahoney starb am Dienstagabend, einen Tag nach seinem 44. Geburtstag, wie die WWE auf ihrer Homepage bestätigte - zwei Monate, nachdem sein langjähriger Tag-Team-Partner Axl Rotten ebenfalls jung verstorben war.

Mahoney hatte bei einem Sturz kurz vor seinem Tod eine schwere Hüftverletzung erlitten, wie seine Ehefrau dem Portal Pro Wrestling Sheet bestätigte. Ob der Vorfall Ursache für seinen Tod war, ist aber unklar: Mahoney wurde bewusstlos, als er sich eine Fernseh-Quizshow ansah. Er starb, bevor der Notarztwagen vor Ort war.

Ein populärer Hardcore-Wrestler

Der in New Jersey geborene Jonathan Rechner, wie Mahoney wirklich hieß, war Wrestler seit seinem 15. Lebensjahr und ein Jugendfreund des ebenfalls früh verstorbenen Chris Candido.

Das Metier des früheren Amateurringers - seine Karriere in dem Sport endete angeblich, als er einem Mattenrichter einen Kopfstoß verpasste - war das Hardcore-Wrestling, Showkämpfe in denen der Einsatz von Gegenständen im Mittelpunkt stand. Im Falle von Mahoney vor allem der Einsatz von Stühlen.

In den Neunzigern wurde Mahoney so ein Star bei Extreme Championship Wrestling, der revolutionären Liga des heutigen WWE-Managers Paul Heyman. Die WWE engagierte Mahoney 2006, als sie die ECW unter ihrem Banner - letztlich erfolglos - wieder aufleben ließ. Kurioserweise aber hielt sich Mahoney länger in der größten Wrestlingliga der Welt als die meisten seiner zuvor erfolgreicheren Weggefährten.

Obwohl Mahoney ein Nebendarsteller war, war er ein populärer. Auch das WWE-Publikum ging mit, wenn er seine Spezialaktionen aufführte: Mahoney verpasste seinen Gegnern Faustschläge, das Publikum rief bei jedem von ihnen: "Balls... Balls... BALLS!"

Ein Satanist und ein großes Kind

Mahoney wurde 2008 entlassen und war seitdem wieder in der Independent-Szene aktiv. Auch hinter den Kulissen galt Mahoney als spezieller Charakter - bekennender Satanist einerseits, ein großes Kind andererseits. "Er war ein sehr lauter, überfreundlicher Typ, der jeden für seinen besten Freund zu halten schien", erinnert sich Ex-Kollege Lance Storm auf Twitter: "Ich fühlte mich nicht so wohl mit ihm und habe ihn oft gemieden. Das verringert aber nicht meine Trauer. Es steigert sie vielleicht eher."

Für wilde Storys war Mahoney ebenfalls berühmt: Er behauptete unter anderem, vor der Küste New Jerseys einmal einen weißen Hai mit einer Gabel zur Strecke gebracht zu haben.

Dem Insider zufolge hatte Mahoney zuletzt stark an Gewicht verloren: "Sein Körper hat den Preis bezahlt für das, was er geliebt hat - insbesondere weil er es weit länger getan hat, als er es hätte tun sollen." Mahoney hinterlässt seine Ehefrau und einen acht Jahre alten Sohn.

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